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Saure Drops aus London: Süßwarenindustrie mag den Brexit nicht

Saure Drops aus London: Süßwarenindustrie mag den Brexit nicht
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Die Süßwarenhersteller fürchten, dass der britische EU-Austritt für ihren Wirtschaftszweig einen bitteren Nachgeschmack bedeuten könnte. Deutsche Fabrikanten von Zuckergebäck, Knabberware und Eis exportierten im vergangenen Jahr Artikel im Wert von rund 800 Millionen Euro auf die Insel. Das waren dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie zufolge fünf Prozent der Gesamtproduktion.

Olaf Wilcke, Verkaufsdirektor von Katjes International, erläutert: „Die einfache Verschiffung von Waren nach Großbritannien wird sich ändern - das ist negativ. Der Lagerbestand muss erhöht werden. Die Frische der Produkte könnte leiden, weil es beim Zoll länger dauert. Das ist nicht gut. Wir haben offene Grenzen in Europa, das wollten wir so haben.“

„Wir warten auf Klarheit in Sachen EU-Austrittsabkommen“, sagte Sandra Sullivan vom Verband der britischen Lebensmittelhersteller. „Zwischen jetzt und Ende März ist nicht mehr viel Zeit, deshalb ist es wichtig, dass die Regierung das anschiebt und uns die Informationen verschafft, die wir für die Zukunftsplanung brauchen.“

Auch der unsteten Lage auf dem Rohstoffmarkt gilt der bange Blick der deutschen Süßwarenindustrie. Doch der Brexit-Drops schmeckt für die stark auf Export ausgerichtete Branche derzeit doch am säuerlichsten