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Italiener streiten über ESC-Kandidaten

Italiener streiten über ESC-Kandidaten
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Der Sänger Mahmood hat das Schlagerfestival von San Remo gewonnen – und damit in Italien eine landesweite Debatte ausgelöst. Denn der 27-Jährige schaffte es vor allem dank der Jury an die Spitze – beim Zuschauervotum lag er nur auf Platz drei.

Viele Italiener machten ihrem Unmut in den sozialen Netzwerken Luft – teils auch mit rassistischen Kommentaren, denn Mahmood hat ägyptische Wurzeln. Innenminister Matteo Salvini goss auf Twitter noch Öl ins Feuer: „Mahmoods Song soll das schönste italienische Lied sein?“, schrieb der Politiker der rechten Lega. Er hätte das Lied des Popstars Ultimo aus Rom gewählt.

Die italienische Presse wertet Mahmoods Sieg als politisches Signal – gegen den Abschottungskurs der Regierung. Mahmood selbst versteht den ganzen Trubel nicht.

"Meine Mutter kommt aus Sardinien, mein Vater ist Ägypter. Ich bin in Mailand zur Welt gekommen und fühle mich zu 100 Prozent als Italiener", so der Musiker. Er wird Italien im Mai beim Eurovision Song Contest in Israel vertreten.