Brexit-Aufschub? Gleich 3 Minister erhöhen Druck auf May

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Von Euronews
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Drei Minister haben öffentlich für eine Verschiedbung des geplanten EU-Austritts Großbritanniens plädiert - und sich damit offen gegen die Premierministerin gestellt. Gegen das Trio werden Rücktrittsforderungen laut.

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In Großbritannien macht sich ein Minister-Trio für eine Verschiebung des geplanten EU-Austritts stark. Arbeitsministerin Amber Rudd, Wirtschaftsminister Greg Clark und Justizminister David Gauke wollen damit einen ungeregelten und chaotischen Brexit vermeiden. Sie argumentierten, ein No Deal Brexit würde die nationale Sicherheit schwächen, die Wirtschaft stark schädigen und könnte zu einem Zerfall des Vereinigten Königreichs führen.

In der "Daily Mail" forderte das EU-freundliche Trio, der Brexit müsse verschoben werden, gelinge in der kommenden Woche kein Durchbruch.

Die Reaktion der Gegenseite ließ nicht auf sich warten. Gegenüber "The Guardian" forderte der konservative Parlamentarier und Brexit-Hardliner Andrew Bridgen den umgehenden Rücktritt der drei Minister.

Druck auf May wächst

Premierministerin Theresa May gerät durch die Minister-Initiative noch stärker unter Druck. Sie beharrt auf das Austrittsdatum 29. März 2019 und schließt auch eine Trennung von der EU ohne Abkommen nicht aus.

May will am kommenden Dienstag eine Erklärung vor dem Unterhaus abgeben. Am Mittwwoch sollen die Parlamentarier dann über die weiteren, möglicherweise wegweisenden Brexit-Schritte abstimmen.

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