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Hat Emmanuel Macron die Europäer überzeugt?

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In Frankreich heißt es, Emmanuel Macron habe mit seinen Vorschlägen - die in 28 Zeitungen in den 28 EU-Staaten veröffentlicht wurden - den Europawahlkampf eingeleitet. Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz findet zwar, Macron habe recht, doch welche Pläne Deutschland unterstützen will, sagte er nicht.

Die Grünen im Europaparlament verweisen auf die Diskrepanz zwischen Diskurs und Politik.

"Er schützt nicht die Normalbürger"

Philippe Lamberts aus Belgien meint: "Wir haben ein Problem mit seinen Aktionen. Er will ein Europa, das beschützt, aber das WEN beschützt? Wenn es die Anteilseigner sind, dann verstehe ich es. Aber wenn man sich seine Politik anschaut, dann schützt er nicht die Normalbürger. Wenn es darum geht, das Klima zu schützen, dann unterscheiden wir uns auch. Wir haben schon vor Macron einen europäischen Weg gefordert, und das ist jetzt nicht anders."

Für viele italienische Rechtspopulisten steht Macron für alles, was in der EU schiefläuft.

Lega-Politiker Oscar Lancini polemisiert: "Wenn es ein französisches Problem gibt wie die Gelbwesten, wird daraus ein Problem für Europa gemacht. Und wenn es ein italienisches Problem mit der Einwanderung gibt..., dann ist es nur ein italienisches Problem."

"Er kann zur Pro-EU-Stimmung beitragen, mehr nicht"

Einige EU-Befürworter sehen in Macron einen der letzten großen Vordenker der EU.

Ein Student in Rom ist da eher skeptisch: "Macron ist für Europa, er kann eine pro-europäische Stimmung schaffen, aber als Spitzenpolitiker in Europa. Ich weiß nicht."

Aus Berlin kommen wohlwollende Worte - auch von einigen Bürgern auf der Straße.

Welchen Einfluss Emmanuel Macron auf die EU-Gegner hat, wird sich auch bei der Europawahl zeigen. Bei Umfragen im eigenen Land stagniert der Präsident im März.