Eilmeldung

Eilmeldung

Weltweiter "Friday for Future": Über 2000 Streiks fürs Klima

Weltweiter "Friday for Future": Über 2000 Streiks fürs Klima
Copyright
REUTERS/Swati Pandey
Schriftgrösse Aa Aa

Weltweit treten heute Schüler und Studierende für den Klimaschutz in den Streik. Geplant sind mehr als 2000 Kundgebungen in über 100 Ländern. Allein in Deutschland sind es rund 200 Demos.

In Spanien sind 80 Proteste angekündigt. Dieser Jugendliche wird in Madrid auf die Straße gehen: “Weil wir es sind, die mit den Folgen leben müssen. Aber leider sind es nicht wir, die die Stimme und die Möglichkeiten haben, die Erderwärmung aufzuhalten."

Greta Thunberg für Friedensnobelpreis nominiert

Vorkämpferin der Bewegung ist die Schwedin Greta Thunberg. Seit vergangenem August protestiert sie jeden Freitag vor dem Regierungssitz in Stockholm für mehr Klimaschutz. Schüler weltweit tun es ihr mittlerweile gleich.

Ihr Einsatz hat der 16-Jährigen nun eine Nominierung für den Friedensnobelpreis eingebracht. Politiker aus Norwegen und Schweden schlugen Greta Thunberg vor. Diese fühlt sich geehrt, wie sie auf Twitter mitteilte.

"Wenn man die Reden der Politiker hört, spürt man, wie dringend es ist"

Einige ihrer Mitstreiter forderten am Mittwoch vor dem Europaparlament, endlich gehört zu werden. Die Politiker könnten die Welle der Empörung, die durch die ganze Welt rauscht, nicht mehr ignorieren.

"Es ist uns ein wichtig, dass eine echte Debatte mit Klimaexperten in Gang kommt, da sie die Lösungen haben, die die Politiker fordern. Also anstatt nur zu reden, laden Sie Klimaexperten ein", forderte die 17-jährige Belgierin und Mitorganisatorin der "Fridays for Future" Anuna De Weber in Straßburg. "Und wenn man sich die Reden anhören, die unsere Politiker halten, spürt man, wie dringend es ist. Aber sieht man sich ihre Handlungen an, verschwindet die Dringlichkeit einfach und es scheint, als ob sie noch nie von einer Klimakrise gehört hätten, weil sie sie nicht wie eine Krise behandeln."

Unser Interview mit Luisa Neubauer von "Fridays for Future": "Wollen nicht von Merkel gelobt werden"

Unser Interview mit Michael von Kasi, Mitbegründer von "Parents for Future": "Auch Erwachsene sollen demonstrieren"

Erste Proteste in Neuseeland

Mit Protestmärschen von mehreren Tausend Schülern in Neuseeland hat der weltweite Aktionstag bereits begonnen. In dem Pazifikstaat, der heute von einem Anschlag auf Moscheen erschüttert wurde, finden mehr als 30 Demonstrationen statt. Auch in mehreren asiatischen Ländern sind die Demos bereits in vollem Gange.