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Dramatischer Schwalbenschwund in Ungarn

Dramatischer Schwalbenschwund in Ungarn
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Auf dem Land ist ihr Anblick vertraut - Schwalben, die in Scheunen oder unter Dächern nisten. Doch die Vogelart ist bedroht. In Ungarn ist ihr Bestand zwischen 2000 und 2010 um die Hälfte geschrumpft.

Zwei Millionen Schwalben fehlen laut einer jüngsten Studie der Ungarischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz. Ein Rückgang mit dramatischen Folgen: Schwalben sind eifrige Insektenfresser, jedes Tier verspeist ein Kilo Insekten pro Jahr.

Zoltán Orbán, Sprecher der Ungarischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz: "Wir erleben, wie sich immer mehr neue Insektenarten aus aller Welt und natürlich aus dem Süden ausbreiten, parallel dazu kommen neue Krankheiten, die hauptsächlich durch Stechmücken eingeschleppt werden. Das ist eine einfache Frage der Mathematik. wenn zwei Millionen Schwalben fehlen, bedeutet das, dass etwa zweitausend Tonnen Insekten pro Jahr nicht verzehrt werden."

Schwalben stehen in Ungarn unter Naturschutz - leider wird das nicht überall respektiert, weil die Vögel dort, wo sie nisten auch eine Menge Kot hinterlassen. Dennoch hat die Nachricht vom dramatischen Schwalbenschwund auch viele Menschen berührt. Eine Facebook-Gruppe mit Namen "Rettet die Schwalbe" hatte binnen weniger Tage über 4400 Mitglieder und viele Ratschläge für den Erhalt der Vögel. Als Hauptursache für das Vogelsterben gilt der Verlust an Natur und Lebensräumen.