Libyen: Aufrufe zum Gewaltverzicht

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Von Euronews
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Die Lage in dem nordafrikanischen Land droht zu eskalieren.

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In Libyen haben Truppen, die General Khalifa Haftar nahestehen, Bildmaterial veröffentlicht, das ihren Vorstoß auf Tripolis zeigen soll. In der Hauptstadt hat die international anerkannte Regierung des gebeutelten Landes ihren Sitz. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen rief Haftar auf, militärische Bewegungen einzustellen.

"Niemand ist bereit, eine De-Facto-Lage durch militärische Handlungen herbeizuführen", so Italiens Außenminister Enzo Milanesi. "Wir haben deutlich gesagt, welches unser Standpunkt ist. Wir hoffen sehr, dass dieser gehört wird. Ist das nicht der Fall, muss man sehen, was als nächstes getan werden kann."

Russlands Außenminister Sergej Lawrow erörterte die Lage in Libyen mit seinem ägyptischen Amtskollegen. Lawrow sprach sich gegen einseitige Schuldzuweisungen aus.

"Der Grund für die Krise in Libyen ist das, was die Nato-Staaten dort 2011 gemacht haben", so der russische Außenminister. Seitdem sei der Staat zusammengebrochen. Er sprach sich dafür aus, die libysche Bevölkerung selbst über ihr Schicksal entscheiden zu lassen und plädierte für Gespräche ohne künstlich gewählte Fristen. Russland stehe mit allen libyschen Parteien in Verbindung, betonte Lawrow.

Die Vereinten Nationen wollen unterdessen an der Durchführung einer Versöhnungskonferenz festhalten. Diese soll Mitte April im Westen Libyens stattfinden.

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