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Wien, Mainz, San Francisco: Ausstellung zeigt Portraits Holocaust-Überlebender

Wien, Mainz, San Francisco: Ausstellung zeigt Portraits Holocaust-Überlebender
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Glückliche Gesichter, nachdenkliche Gesichter, vielleicht auch traurige Gesichter, am Wiener Burggarten reihen sich derzeit riesige Portraits aneinander. Die halbtransparenten Bilder zeigen Überlebende des Holocaust. Ein Jahr lang hat der Mannheimer Dokumentarfotograf Luigi Toscano dafür Menschen aufgesucht, die heute unter anderem in Deutschland, den USA, der Ukraine, Belarus, Israel, Russland und Österreich leben.

Es beginnt immer damit, dass bestimmte Menschengruppen durch Rhetorik und Politik zu den 'Anderen' gemacht werden
Alexander Van der Bellen
Bundespräsident, Österreich

Alle Opfergruppen habe er abbilden wollen, so Toscano, und so zeigt die Ausstellung nicht nur Menschen jüdischen Glaubens, sondern auch Zwangsarbeiter, Roma und Sinti. Homosexuelle Holocaust-Überlebende habe er jedoch nicht für sein Fotoprojekt gefunden. Speziell für die Ausstellung in Wien hat er Menschen recherchiert, die in der österreichischen Hauptstadt Opfer der nationalsozialistischen Ideologie wurden.

"Es beginnt immer damit, dass bestimmte Menschengruppen durch Rhetorik und Politik zu den 'Anderen' gemacht werden", sagte Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen anlässlich der Ausstellungseröffnung, "wir haben die Pflicht, uns diese Vorgänge bewusst zu machen und sie schon in ihren Anfangsstadien erkennen und dagegen aufstehen zu können."

Gleichzeitig findet die Schau auch in San Francisco und Mainz statt, allerdings mit etwas weniger Bildern. Zu sehen sind die Bilder bis 31. Mai in Wien, bis 19. Mai in San Francisco und in Mainz noch bis 10. Juni. Eine App ergänzt die Ausstellungen um eine interaktive Komponente, auch für die, die keine Gelegenheit haben, die Bilder vor Ort zu sehen.

Weitere Informationen

Webseite der Ausstellung