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"For Sama" – Dokumentarfilm über Sterben und Leben in Aleppo

"For Sama" – Dokumentarfilm über Sterben und Leben in Aleppo
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Vier Jahre Krieg in und um die syrische Großstadt Aleppo nach ursprünglich friedlichen Protesten gegen das autoritäre Regime Baschar al-Assads im Zuge des Arabischen Frühlings – und eine junge Familie mittendrin. Darum geht’´s im Dokumentarfilm „For Sama“ von Waad al-Kateab und Edward Watts.

Die Filmemacherin Waad al-Kateab, zu Friedenszeiten Studentin in Aleppo:

„Ich wollte nur einen sehr wichtigen Punkt beleuchten - nämlich, dass diese Menschen keine Zahlen sind. Weißt du, das ist nicht nur Fotos oder ... Jeder von denen hat eine Geschichte, hat Mutter, Vater, sie haben eine Geschichte und Erinnerungen und sie haben eine Zukunft, die sie gerne erleben würden.“

Und all das soll Tochter Sama, hineingeboren ins Chaos, später mal die Frage beantworten „warum in aller Welt seid ihr hiergeblieben?“ – gestellt an die Dokumentarfilmerin und ihren Mann, Chefarzt im Krankenhaus, wo die Familie auch lebt.

Filmemacher Edward Watts :

"Die Leute reden über Flüchtlinge manchmal in einer Sprache, die sie fast als untermenschlich betrachtet. Die Leute vergessen, dass Europa mal voll war von Flüchtlingen. Die Leute reden jetzt über den Nahen Osten als Gegend, in der es viel Gewalt gibt. Aber Europa hat der Welt einige ihrer schlimmsten Lektionen beigebracht, was Menschen sich antun können. Die Finsternis, zu der Menschen fähig sind. Und genau das ist der Punkt in diesem Film, meine ich.“

Beim Filmfestival in Cannes brachte der Streifen hartgesottene Filmprofis zum Heulen.

su