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Zetsche (66) geht: Zeitenwende bei Daimler

Zetsche (66) geht: Zeitenwende bei Daimler
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Generationswechsel bei Daimler – die Ära Dieter Zetsche ist vorbei. Nach über 13 Jahren an der Spitze des deutschen Autobauers übergibt er das Lenkrad an den 17 Jahre jüngeren Schweden Ola Källenius – und macht noch mal klar, wohin die Reise gehen muss.

Zetsche geht, Sparkurs kommt

"Die neuen Technologien im Auto haben ihren Preis. Das heißt auch, dass Mobilität teurer wird. Unsere Aufgabe ist es, den Anstieg für die Kunden zu begrenzen. Dazu müssen wir im gesamten Unternehmen Kosten senken und die Effizienz steigern", so Zetsche. Er hatte schon Anfang des Jahres ein umfassendes Sparprogramm angekündigt.

Weiße Weste mit Flecken

Der 66-Jährige mit dem Schnauzer gilt als Ikone in der Autoindustrie. Er übernahm Daimler in einem desolaten Zustand, räumte kräftig auf, meisterte die teure Scheidung von Chrysler und die Finanzkrise. Doch sein Verhalten in der Abgasaffäre hat seinem Ruf geschadet.

„Bei uns wird nicht betrogen“, sagte Zetsche 2016, kurze Zeit später wurden Hunderttausende Daimler-Autos wegen Abgasmanipulation zurückgerufen. Ein Fehler, der mit Handelsstreit und Dieselrückrufen für schlechte Zahlen sorgte. 2018 brach der Gewinn um fast ein Drittel ein.

Källenius soll's richten

Auf Ola Källenius wartet also viel Arbeit: Mit einem großen Konzernumbau soll er Zahlen und Image wieder aufpolieren. Eine Struktur mit drei rechtlich eigenständigen Sparten unter dem Dach der Daimler AG soll den Autobauer flexibler machen - eine für Autos und Vans, eine für Trucks und Busse und eine für Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen.

Das soll Freiräume schaffen, zum Beispiel für die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Källenius will Daimler auch jünger und grüner machen. Erklärtes Ziel: Daimler soll bis 2039 CO2-neutral sein.