Spanien fordert von der EU mehr Geld für Marokko gegen illegale Migration

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Von Clarissa Herrmann
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Bei einem Treffen der beiden Außenminister fordert Spanien von der EU mehr Geld für Marokko gegen illegale Migration.

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Spanien hat die Europäische Union ersucht, Marokko zusätzliche finanzielle Unterstützung für ihre Bemühungen gegen illegale Migration zu gewährleisten.

Vergangenes Jahr hatte die EU 140 Millionen Euro an Hilfe zugesagt - Anfang des Jahres wurden rund 30 Millionen Euro ausgezahlt.

Kein Geschenk an Marokko

Bei einem gemeinsamen Treffen der Außenminister Spaniens und Marokkos, sagte der Spanier Josep Borrell:

"Wir helfen Marokko, weil Marokko uns hilft. Das ist kein Geschenk, das wir Marokko machen - es ist eine Kooperation, an der beide Seiten ein gemeinsames Interessen haben."

30 000 vereitlete Migrationsversuche

Marokko versichert, im vergangenen Jahr 89.000 Migranten daran gehindert zu haben, nach Europa aufzubrechen. Außenminister Nasser Bourita teilte den aktuellen Stand mit:

"Die Zahlen liegen vor: Wir sind bei 30 000 vereitelten Migrationsversuchen seit Januar. 30 000, das ist enorm. Des Weiteren wurden in den vergangenen fünf Monaten mehr als 60 Netzwerke von Mittelsmännern aufgelöst."

Über 500 Menschen im Mittelmeer ertrunken

Auf der anderen Seite gehen Hilfsorganisationen und Migranten gemeinsam auf die Straße. Sie verurteilen die Verschärfung der europäischen Migrationspolitik und den Druck der marokkanischen Behörden.

Laut Internationaler Organisation für Migration sind bis Ende Mai dieses Jahres bereits 519 Migranten im Mittelmeer ertrunken.

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