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Iran-Konflikt: Trump stoppt Militärschlag 10 Minuten vor Beginn

Iran-Konflikt: Trump stoppt Militärschlag 10 Minuten vor Beginn
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Das iranische Fernsehen hat mutmaßliche Wrackteile der US-amerikanischen Aufklärungsdrohne gezeigt, die in der Nacht zum Donnerstag über iranischem Gebiet an der Straße von Hormus abgeschossen worden sein soll. Die Trümmer seien in iranischen Hoheitsgewässern geborgen worden, erklärte der verantwortliche General der Luftwaffe der iranischen Revolutionsgarden. Der Abschuss durch eine Luftabwehrrakete erfolgte nach US-Darstellung über internationalen Gewässern.

Spontane Abkehr vom Vergeltungsschlag

Einen Vergeltungsschlag gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben wegen der befürchteten Todesopfer zehn Minuten vorher gestoppt. Die New York Times berichtete, Radarstationen und Raketenbatterien hätten attackiert werden sollen. Trump twitterte, die erwarteten 150 Todesopfer wären im Vergleich zum Abschuss der Drohne "unverhältnismäßig gewesen. Trump ließ die Ziele des abgewendeten Angriffs offen.

Die US-Militärplanungen verstärkten international die Sorge, dass der seit Jahren schwelende Konflkit zwischen Washington und Teheran zu einem neuen Golfkrieg führen könnte.

Die Aussicht auf eine Eskalation der Feindseligkeiten in der Region alarmierte die US-Verbündeten in Brüssel, die sich aber in Zurückhaltung üben. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte: "Wir verfolgen die Situation aufmerksam und sind sehr besorgt über die Entwicklungen in der Golfregion, aber es gab pragmatisch keinen Grund, dazu, wie Sie wissen, konkrete europäische Erklärungen auszuarbeiten. Ich denke, unsere Position hier ist durchaus verantwortungsvoll."

Lufthansa umfliegt die Krisenregion

Als Reaktion auf die Zuspitzung des Konflikts verhängte die US-Luftfahrtbehörde FAA ein Flugverbot über Teile des Krisengebiets für in den USA registrierte zivile Maschinen. Europäische Fluggesellschaften wie die Lufthansa und KLM erklärten, die Straße von Hormus im Persischen Golf zu umfliegen.