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Selbstgehäkelt: Tintenfische für Frühchen

Selbstgehäkelt: Tintenfische für Frühchen
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Tintenfische aus weicher, bunter Baumwolle haben eine beruhigende Wirkung auf Frühchen. Vielerorts in Europa werden die selbst gehäkelten Assistenten in der Neonatologie eingesetzt, auch in Österreich.

Weil es an Häkel-Oktopussen mangelte, starteten die Tirol Kliniken vor gut drei Wochen einen Aufruf in den sozialen Medien, der mehr als 13.000 Mal geteilt wurde. Seitdem trudeln täglich Tintenfische in allen Farben auf der Frühchen-Station ein.

Die Idee stammt ursprünglich von einer Mutter aus Dänemark, die feststellte, dass dadurch die Atmung ihres Kindes stabiler, der Herzschlag regelmäßiger wurde.

"Es gibt allerdings keine wissenschaftlichen Studien", sagt Krankenschwester Heidi Köll. "Aber nichtsdestotrotz ist diese Welle übergeschwappt bis nach Österreich. Und so seit zwei Jahren ungefähr haben wir auch kleine gehäkelte Tintenfische."

Die Tintenfische sollen den Babys, die ihre ersten Lebenstage und -wochen in Brutkästen verbringen müssen, Nähe und Geborgenheit vermitteln. Dank der Tentakel sind die Frühchen beschäftigt, werden von Schläuchen und Sonden abgelenkt.

Wer ehrenamtlich mithäkeln will, muss sich allerdings an die Anleitung halten, wegen der Sicherheit. Tentakel dürfen nicht länger ist als 20 Zentimer sein, und verwendet wird eine bestimmte, bei 60 Grad waschbare Baumwolle. Häkelspenden werden vor dem Einsatz genau überprüft.

Auch in der Schweiz wird kräftig für Frühchen gehäkelt: