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Mannheim: Doch keine 88,50 Euro Bußgeld für #fridaysforfuture-Teilnahme

Mannheim: Doch keine 88,50 Euro Bußgeld für #fridaysforfuture-Teilnahme
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Die Stadt Mannheim hat Bußgeldbescheide gegen vier Schüler wieder aufgehoben, die während der Unterrichtszeit Fridays for Future-Demonstrationen besucht hatten. Die zwei Stunden Unterrichtsausfall wurden den Eltern zunächst mit jeweils 88,50 Euro für unentschuldigtes Fehlen in Rechnung gestellt.

Der deutsche Ableger der Bewegung hatte daraufhin angekündigt, für die Betroffenen Spenden zu sammeln. Die Bewegung rief weitere Betroffene auf, sich beim Eintreffen von Bußgeldbescheiden an die Organsiation zu wenden. Für diese Fälle werde ein Rechtshilfekonto eingerichtet.

Als Begründung für die Aufhebung der Bußgelder führte die Stadt Mannheim an, die vier Fälle seien routinemäßig überprüft worden. Ihre Besonderheit sei zunächst nicht aufgefallen, da hunderte Bußgeldverfahren wegen Schulschwänzens durchgeführt würden.

Vor allem junge Menschen beteiligen sich in Deutschland und anderen europäischen Nationen seit Monaten an Protesten für wirksame Klimaschutzmaßnahmen. Dass sich Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit an den Demos beteiligen, war auch mehreren deutschen Politikern sauer aufgestoßen.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat unterdessen für diesen Freitag ihre Teilnahme an einer Berliner Fridays for Future-Veranstaltung angekündigt. Thunberg will eine Rede im Invalidenpark halten. Klimaproteste sind auch in über zwei Dutzend weiteren deutschen Städten geplant.