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"Protest-Sommer" in Großbritannien? Klima-Aktivisten wollen Städte lahmlegen

"Protest-Sommer" in Großbritannien? Klima-Aktivisten wollen Städte lahmlegen
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Umweltaktivisten haben in London einen landesweiten Sommer der Proteste gestartet. Die Kampagne findet außer in London auch in Glasgow, Bristol, Cardiff und Leeds statt.

Aktivisten der Klimaschutzorganisation Extinction Rebellion blockieren Straßen, Brücken und öffentliche Plätze.

"Ich habe Angst, Kinder zu haben. Ich habe Angst um meine eigene Zukunft", so eine Teilnehmerin.

Die Klimaschützer fordern von der britischen Regierung, die CO2-Emissionen in Großbritannien bis 2025 auf null zu senken. Derzeit strebt die Regierung an, dieses Ziel bis 2050 zu erreichen.

"Dies ist ein Notfall und wir brauchen eine Notfallreaktion. Während des Zweiten Weltkrieges haben die Menschen all ihre Kräfte zusammengelegt. Sie haben ihre Probleme gelöst, und das müssen wir jetzt auch tun, weil dies die größte existenzielle Bedrohung für die Menschheit ist."

Die Londoner Bevölkerung hat ihre ganz eigenen Ansichten zu den Protesten in der britischen Hauptstadt:

"Ich verstehe, dass sie versuchen, Aufmerksamkeit zu erregen, weil sie frustriert sind. Sie haben das Gefühl, nicht gehört zu werden, und daran ist etwas Wahres. Aber es muss ausgewogen bleiben. Sie stören Menschen, die nur versuchen, ihre tägliche Arbeit zu erledigen. Darüber bin ich nicht glücklich."

"Ihre größte Herausforderung ist es, in den großen Ländern Proteste zu initiieren, die praktisch nichts tun. Sie sollten vor deren Botschaften und in den betreffenden Ländern protestieren. Dann werde ich sie hundertprozentig unterstützen".

Die Demonstranten zelten unter anderem in einem Park in der Nähe der Waterloo Station. Es ist illegal, hier zu campen, aber die Polizisten drücken ein Auge zu. Einige haben sich extra Urlaub genommen, um an den Protesten teilzunehmen.

Die Umweltaktivisten setzen auf weitgehend friedliche Aktionen, die von der Öffentlichkeit unterstützt werden. Auf Großbritannien kommt ein heißer Sommer zu.