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Moskau: Polizeigewalt gegen Demonstranten in der Kritik

Moskau: Polizeigewalt gegen Demonstranten in der Kritik
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Es hagelt Kritik dagegen, dass die Polizei in Moskau mit großer Härte gegen Demonstranten vorgegangen ist. Die Menschen hatten gegen den Ausschluss von Oppositionskandidaten zu den Regionalwahlen protestiert. Laut Medienberichten kam es zu einigen Verletzten.

Die Polizei hatte zuvor Bürger und Touristen davor gewarnt, an der Kundgebung teilzunehmen, weil es dafür keine Genehmigung gegeben habe.

Der Oppositionskandidat Dmitri Gudkow ist froh über den Zuspruch aus der Bevölkerung.

"Ich glaube, es hatte keiner damit gerechnet, dass so viele Menschen auf die Straßen gehen. Zehntausende, die keine Angst hatten, die auf den Straßen waren, weil sie als Bürger Moskaus ernstgenommen werden wollen."

Nach Behördenangaben hatten sich rund 3.500 Menschen an den Protesten beteiligt.

Die Polizei nahm mehr als 1.000 Demonstranten fest. Sie führte die Menschen ab und zerrte sie in Busse. Die meisten waren Stunden später wieder auf freiem Fuß.

Der Einsatz der Polizei stieß auch auf scharfe Kritik der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Die Festnahmen und die "unangemessene Gewalt gegen friedliche Demonstranten" seien nicht vereinbar mit freier Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit, heißt es in Brüssel.

Oppositionsführer Alexei Navalny hatte zu dem Protest aufgerufen. Er wurde dafür am Mittwoch zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt.

Am Sonntag ist er ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das teilte seine Sprecherin Kira Yarmysh via Twitter mit:

"Die Diagnose ist eine 'akute allergische Reaktion', mit angeschwollenem Gesicht und Hautrötung. Die Ursache der allergischen Reaktion wurde nicht bestimmt. Alexey hatte sein ganzes Leben lang noch nie zuvor eine allergische Reaktion."