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Nazi-Vergleich: Ärger zwischen Australien und China

Nazi-Vergleich: Ärger zwischen Australien und China
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Dass der australische Parlamentsabgeordnete Andrew Hastie Vergleiche zwischen China und Deutschland unter den Nationalsozialisten zog, sorgt nicht nur in Peking für Ärger, sondern auch für Uneinigkeit innerhalb der konservativen Regierung in Australien.

Innenminister Peter Dutton sprang Hastie zur Seite. Viele Abgeordnete machten sich wegen China Sorgen, sagte er. Finanzminister Mathias Cormann nannte Hasties Aussagen hingegen „ungeschickt und unangemessen“.

Premierminister betreibt Schadensbegrenzung

Premierminister Scott Morrison versuchte, Schadensbegrenzung zu betreiben: „Das Verhältnis zu China kann sehr gewinnbringend sein, vor allem im Handel. Aber wir sollten nicht vergessen, dass das Verhältnis sehr viel breiter aufgestellt ist als die Handelsbeziehung.“

Hastie, der dem Sicherheitsausschuss des australischen Parlaments vorsitzt, hatte davor gewarnt, China zu unterschätzen und darauf verwiesen, Europa habe Nazi-Deutschland in den 1930er Jahren trotz aggressiver Rhetorik und Handlungen zunächst nicht für voll genommen. Chinas zunehmender Einfluss, unter anderem im Pazifik, stößt bei manchen australischen Politikern auf Ablehnung.

In einer Stellungnahme der chinesischen Botschaft in Australien warf man Hastie vor, eine Einstellung wie im Kalten Krieg an den Tag zu legen und ideologisch voreingenommen zu sein. Hasties Äußerung stehe „im Widerspruch zum weltweiten Trend von Frieden, Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie schadet den Beziehungen zwischen China und Australien. (...) Die Geschichte hat bewiesen und wird weiterhin beweisen, dass Chinas friedliche Entwicklung eine Chance und keine Bedrohung für die Welt ist“, heißt es in der Stellungnahme.