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Bolsonaro greift Merkel an

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Der Amazonas gilt als grüne Lunge der Erde und wichtigster CO2-Speicher überhaupt. Seit Jair Bolsonaro die Macht in Brasilien übernommen hat, beschleunigt sich die Abholzung des Regenwaldes rasant. Bolsonaro hat bisher geschützte Flächen für die Landwirtschaft freigegeben, das Budget für den Klimaschutz fast vollständig abgeschafft.

Bolsonaro: Brasilien braucht kein Geld

Die Konsequenzen für das Weltklima könnten dramatisch sein. Nach Deutschland will deshalb nun auch Norwegen Fördergelder für Regenwald-Schutzprojekte in Brasilien einfrieren. Eine Warnung, die Bolsonaro kaltlässt.

Brasilien brauche das Geld nicht, so der 64-Jährige. "Angela Merkel möchte mir acht Millionen Euro für den Amazonas streichen? Schön, nehmt euer Geld und forstet Deutschland auf", sagte der Staatschef. "Und da war doch noch ein anderes Land, Schweden, Norwegen? Norwegen! Die wollen uns auch Fördergelder verweigern. Wissen Sie was? Schicken Sie auch dieses Geld nach Berlin und forsten Sie damit Deutschland auf!"

Alarmierende Zahlen

Bolsonaro scherzt, doch zum Lachen sind jüngst veröffentliche Zahlen überhaupt nicht: Laut Weltraumforschungsinstitut INPE wurden im Juli in Brasilien insgesamt 2254 Quadratkilometer Wald zerstört. Im Vorjahresmonat waren es noch 596,6 Quadratkilometer. Das entspricht einer Zunahme von 278 Prozent.

Nach Berechnungen des Weltwirtschaftsforums könnten schon bis 2025 ganze drei Viertel des Regenwaldes unwiederbringlich verloren gehen. Brasiliens Ureinwohner machen gegen Präsident Bolsonaro und seine Umweltpolitik mobil. Sie fürchten um ihren Lebensraum. Seit Monaten sind sie Angriffen durch bewaffnete Goldgräber und Holzfäller ausgesetzt.