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3.000 Liter pro Sekunde: Abwasser verseuchen Weichsel bei Warschau

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3.000 Liter pro Sekunde: Abwasser verseuchen Weichsel bei Warschau
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In Polen haben die Behörden eine Warnung vor verunreinigtem Flusswasser herausgegeben. Diese betrifft vor allem Landkreise nordwestlich von Warschau. Schuld daran ist ein Defekt in einer Kläranlage in Warschau - dieser führt dazu, dass pro Sekunde 3.000 Abwasser in die Weichsel fließen.

Bislang sind rund 260.000 Kubikmeter Abwasser ungeklärt im Fluss gelandet, eine ökologische Katastrophe, bestätigte Polens Gesundheitsminister Lukasz Szumowski:

"Der Sauerstoffgehalt in der Weichsel ist stark abgesunken. Das ist eine Bedrohung für die Tierwelt in der Weichsel, das heißt, es ist eine ökologische Katastrophe, überall tote Fische - das ist ein Problem."

Die Warschauer Behörden informierten am Mittwochabend über den Zwischenfall. Derzeit arbeite man mit Hochdruck daran, den Defekt zu lokalisieren und so die weitere Einleitung von Abwasser aufzuhalten. Für die Einwohner der Hauptstadt bestehe jedoch keine Gefahr, das Wasser zu trinken.

Das kontaminierte Wasser hat inzwischen die rund 150 Kilometer entfernt liegende Stadt Plock erreicht. Die zuständige Behörde warnte, Wasser aus dem Fluss zu entnehmen oder dort zu baden. Auch von Wassersport sei abzusehen. Ein Krisenstab wurde vom Gouverneur der Provinz Mazowieckie, Zdzislaw Sipiera, eingerichtet.