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Deutschland will am Rüstungsexport-Stopp für Saudi-Arabien festhalten

Deutschland will am Rüstungsexport-Stopp für Saudi-Arabien festhalten
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Nach den Drohnenangriffen auf die Aramco-Raffinerie in Saudi-Arabien hat der saudische König Salman versichert, dass sein Land mit den Folgen umzugehen weiß.

In einer Erklärung des Königs hieß es, dass der Angriff auf die weltweite Ölversorgung und die internationale Wirtschaft abgezielt hätte und nicht nur auf Ölanlagen seines Landes. Die Weltgemeinschaft rief er zu einer entschlosseneren Reaktion auf - man müsse sich der Bedrohung "unabhängig ihres Ursprungs" stellen.

Merkel will diplomatische Lösung

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen erklärte nach ihrem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II., dass Berlin den im November 2018 verhängten Rüstungs-Exportstopp nach Saudi-Arabien auch weiterhin aufrecht erhalten werde - sie sprach sich zudem für eine diplomatische Lösung aus:

"Also ich sehe im Moment keine Voraussetzung für eine veränderte Haltung der Bundesregierung. Unsere Haltung war ja durch den Jemen-Konflikt im Blick auf die Politik der Rüstungsexporte in Richtung Saudi-Arabien geprägt und ich finde, durch die Ereignisse zeigt sich noch einmal dringlicher, dass wir alles daran setzen müssen, eine diplomatische Lösung für den Jemen-Konflikt zu finden, auch wenn es im Augenblick sehr schwierig aussieht."

Ist Iran schuld? Europa skeptisch

Für die USA ist der Schuldige bereits gefunden: Iran habe bei dem Drohnenangriff inger im Spiel. Frankreich und andere europäische Staaten schlagen dagegen vorsichtigere Töne an:

"Bislang kann Frankreich mangels Beweisen keine Aussage dazu treffen, woher diese Drohnen stammen und ich weiß nicht, ob irgendjemand dazu in Lage ist", sagte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian.

Durch die Drohnenangriffe, für die sich vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Rebellen verantwortlich erklärten, musste die Ölproduktion des Königreichs um die Hälfte gedrosselt werden - Rohölpreise schnellten in die Höhe. Der Vorfall beweist erneut - wie groß die potenziellen Auswirkungen des Konflikts über die Region hinaus sein könnten.