Eilmeldung

Zehntausende Kurden protestieren - 10 Fotos aus Zürich, Köln, Berlin

Zehntausende Kurden protestieren - 10 Fotos aus Zürich, Köln, Berlin
Copyright
REUTERS/Arnd Wiegmann
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Aus Protest gegen die türkische Militäroffensive in syrischen Kurdengebieten sind an diesem Samstag in vielen europäischen Städten Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Allein in Köln schlossen sich Schätzungen zufolge mehr als 10 000 Menschen einem Protestmarsch an. Dabei forderten die überwiegend kurdischen Demonstranten ein Ende der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien und verurteilten das Vorgehen von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Erdogan «Terrorist» war einer der Slogans. «Keine deutschen Waffen für Erdogans Machenschaften», hieß es auf Transparenten. Berlin hat inzwischen die Waffenexporte für die Türkei eingeschränkt.

Die Demonstrationen verliefen weitestgehend störungsfrei und friedlich. In Köln war die Polizeii mit mehreren Hundertschaften vor Ort, um mögliche Auseinandersetzungen mit Erdogan-Anhängern zu verhindern.

REUTERS/Thilo Schmuelgen
Protest am 12. Oktober 2019 in KölnREUTERS/Thilo Schmuelgen
REUTERS/Thilo Schmuelgen
Plakate gegen Erdogan in KölnREUTERS/Thilo Schmuelgen

In Berlin wurde am Abend demonstriert.

REUTERS/Christian Mang
Demonstration in BerlinREUTERS/Christian Mang
REUTERS/Christian Mang
Am Samstagabend in BerlinREUTERS/Christian Mang

In Frankfurt am Main zählten die Polizei fast 4000 Teilnehmer. «Schluss mit dem Massaker in Rojava» und «Hände weg von Rojava», skandierte die aufgebrachte Menge. Sie forderte politischen Druck Deutschlands auf Erdogan. «Ab heute wird es keine ruhige Minute mehr für diese Bundesregierung geben», sagte ein Redner. Die Polizei warnte die Teilnehmer davor, Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK oder Bilder des Anführers Abdullah Öcalan zu zeigen.

REUTERS/Ralph Orlowski
Demonstration in Frankfurt am MainREUTERS/Ralph Orlowski
REUTERS/Regis Duvignau
Demonstranten in Paris meinen, Erdogan helfe dem ISREUTERS/Regis Duvignau

Proteste von Kurden wurden in britischen Städten organisiert - darunter in Birmingham.

Demos gab es in mehreren Städten in Schweden.

TT News Agency/Fredrik Sandberg via REUTERS
Protestierende Kurden in StockholmTT News Agency/Fredrik Sandberg via REUTERS

Auch in Österreich und der Schweiz gab es Demonstrationen gegen den türkischen Militäreinsatz in Syrien protestiert. Unter dem Motto «Nein zum Krieg in Nord- und Ostsyrien!» zog am Samstagnachmittag ein Protestzug durch Zürich. Es gab ein Pfeifkonzert sowie kurdische Musik. Auch in Bellinzona fand eine Kundgebung statt, in Bern wurde bereits am Freitag demonstriert. «Türkische Armee, raus aus Kurdistan» war dort einer der Slogans.

REUTERS/Arnd Wiegmann
Auf der Demo in Zürich an diesem SamstagREUTERS/Arnd Wiegmann

In Wien haben nach Angaben der Veranstalter rund 3000 Menschen am Donnerstag und Freitag gegen die türkische Militäroffensive demonstriert, am Samstag sollen es noch mehr gewesen sein. «Die Kurden haben uns im Kampf gegen den islamischen Staat geholfen und wurden als Helden gefeiert, und jetzt werden sie im Stich gelassen. Das ist extrem kurzsichtig», sagte der Ex-Europaabgeordnete Michel Reimon (Grüne) bei einer Abschlusskundgebung.

Die am Mittwoch begonnene türkische Militäroffensive richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz, die auf der syrischen Seite der Grenze ein großes Gebiet kontrolliert. Am vierten Tag der Offensive im Nordosten Syriens drangen türkische Truppen am Samstag in den strategisch wichtigen Grenzort Ras al-Ain ein.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.