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Macrons Bild abgehängt: Prozess in Lyon

Macrons Bild abgehängt: Prozess in Lyon
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Im französischen Lyon sind sechs Aktivisten vor dem Gericht von Unterstützern empfangen worden. Die Aktivisten sind angeklagt, weil sie in einem Ort nahe Lyon in einem Rathaus das offizielle Porträt des Staatspräsidenten Emmanuel Macron abgehängt hatten.

Ihnen eiferten weitere Aktivisten nach, insgesamt wurden in ganz Frankreich an die 130 offizielle Porträts Macrons abgehängt.

In erster Instanz waren die Aktivisten zu Geldstrafen zwischen 250 Euro bis 500 Euro verurteilt worden. Dem Staatsanwalt war das Urteil zu milde.

Die Angeklagten haben angesehene Berufe, sie sind Lehrer, Beamte, Landwirte. Sie bereuen nicht, was sie getan haben. Sie stehen dazu.

Sie wollten mit ihrer Aktion auf die von ihnen empfundene Untätigkeit Macrons aufmerksam machen. Macron mache einfach nichts für das Klima.

Einer der Unterstützer sagt: "In der ganzen Welt bricht das Klima zusammen. Hier in Europa haben wir mit Dürre zu kämpfen. Die Ernten sind kaputt. Er macht einfach gar nichts für das Klima, man muss da viel schneller handeln."

Auch Christophe Cassou, CNRS-Forschungsdirektor, meint, der Präsident habe hoch hinaus gewollt in Sachen Klima, habe hohe Ziele gesetzt, doch wenn man es sich genau anschaue, sei ein riesengroßer Unterschied zwischen dem, was Macron sage, und dem, was er tatsächlich umgesetzt hat.

Seit sie in erster Instanz zu den Geldstrafen verurteilt worden waren, hat es aber anderenorts Freisprüche für Aktivisten gegeben, die dasselbe gemacht haben. In Lyon wird das Urteil am 14. Januar erwartet.

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