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Tierschützer schlagen Alarm: Giraffe statt Rindfleisch

Tierschützer schlagen Alarm: Giraffe statt Rindfleisch
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Tierschützer der African Wildlife Foundation schlagen Alarm. Sie haben einen Skandal aufgedeckt: In Tansania und in Kenia wird an vielen Orten Giraffe statt Rindfleisch verkauft. Oft sind die - offenbar ähnlichen - Fleischsorten gemischt, um die Verbraucher zu täuschen. Zudem wird das Fleisch in kleinen Stücken verkauft.

Amos Mutheero von der African Wildlife Foundation erklärt im Gespräch mit euronews, dass der Schwindel mit dem Fleisch Giraffen tatsächlich bedroht. "Die Tiere sind von dem Handel betroffen. Wenn man sich die Statistiken betrachtet, sieht man, dass die Population nur sehr langsam wächst. Drei bis fünf Giraffen werden pro Monat von Wilderern getötet. Und die Geburtenraten sind niedrig. Zudem wird der Lebensraum der Giraffen immer weiter reduziert. In naher Zukunft wird es immer weniger Giraffen geben - und wir werden immer weniger Giraffen durch die Naturschutzgebiete streifen sehen."

Neueren Schätzungen zufolge gibt es noch etwa 100.000 Giraffen weltweit. In den vergangenen 30 Jahren ist der Bestand um etwa 40 Prozent zurückgegangen.

Die Massai-Giraffe in Kenia und Tansania gilt seit 2019 als akut gefährdet.

Auf der CITES-Konferenz, die auch als Washingtoner Artenschutzkonferenz bezeichnet wird und die zuletzt in Genf stattfand, wurden Giraffen im vergangenen Sommer auf die Liste bedrohter Arten gesetzt. CITES steht für "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora", deshalb dürfte der Handel mit Giraffenfleisch, den die Tierschützer dokumentiert haben, nicht stattfinden. Der internationale Handel mit Fleisch, Leder und Jagdtrophäen ist nur noch dann erlaubt, wenn das Exportland nachweist, dass die Bestände dadurch nicht weiter gefährdet werden.

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