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Für Pressefreiheit: 7.000 bei Demo gegen NPD-Aufmarsch in Hannover

Für Pressefreiheit: 7.000 bei Demo gegen NPD-Aufmarsch in Hannover
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Vor zwei Tagen hatte die Polizeidirektion Hannover die Demonstration der rechtsextremen NPD gegen drei freie Journalisten, die viel über Rechtsextremismus in Deutschland berichten, verboten. An diesem Samstag durfte der NPD-Marsch dann doch stattfinden. Aus Solidarität mit den drei Journalisten und für die Pressefreiheit demonstrierten gleichzeitig laut Polizeiangaben etwa 7.000 Menschen - gegen die NPD.

Zahlreiche Journalistenverbände, die Gewerkschaft Verdi, der Fußball-Club Hannover 96 und viele andere hatten zu der Gegendemo aufgerufen. Einer der Slogans war "Hannover ist bunt". Auch der neue Oberbürgermeister Belit Onay von den Grünen unterstützt die Anti-NPD-Demo.

Auf Twitter beklagten viele Teilnehmer der Gegendemonstration, dass die Journalisten vor Ort Interviews mit den Teilnehmern der NPD-Demo führten.

"Journalisten das Leben zur Hölle machen"

Im Aufruf von Reporter ohne Grenzen steht: "Angriffe auf Journalist*innen und Eingriffe in deren Privatleben sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Bei Szene-Veranstaltungen werden Journalist*innen regelmäßig Opfer rechter Gewalt. Die NPD-Demonstration in Hannover ist der nächste Schritt, um Kollegen das Leben zur Hölle zu machen." Die NPD-Demonstration richtete sich mit Namensnennung gegen die Journalisten Julian Feldmann (NDR Panorama), David Janzen (Sprecher des Bündnisses gegen Rechts in Braunschweig) und André Aden (vom Netzwerk Recherche Nord) , Die drei berichten seit Jahren über die rechtsextreme Szene und werden von Neonazis bedroht.

Die Polizei bemühte sich, die beiden Demonstrationen auseinander zu halten.Zeitweise versuchten Gegendemonstranten den Aufmarsch der NPD-Anhänger zu stoppen, indem sie sich auf den Boden setzten.

Laut Beobachtern nahmen etwa 100 Rechtsextreme an der NPD-Demo teil.

Einige Journalistinnen wie Annett Selle bericheten im Livestream aus Hannover.

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