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Katalanen und Basken helfen Sanchez ins Amt

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Katalanen und Basken helfen Sanchez ins Amt
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Die Katalanen und die Basken haben auch bei dieser Abstimmung eine Schlüsselrolle gespielt: durch ihre Enthaltungen machten sie einen Sieg von Sanchez möglich. Montserrat Bassa von der größten katalanischen Separatistenpartei ERC sagt, sie schere sich keinen Deut um die Regierung in Madrid. Sie sagte: "Trotz all der Wut, die die Ungerechtigkeit und Lügen bei mir hervorrufen, glauben Sie wirklich, dass ich mich um ein Spanien kümmere, in dem meine Regierung im Gefängnis und im Exil ist?"

Die Loyalität derer, die dem Sozialisten Sanchez ins Amt halfen, steht aber auf wackeligen Füßen, schreibt die Zeitung "El Pais". Im Gegenzug mussten die Sozialisten nämlich versprechen, innerhalb von 15 Tagen einen politischen Dialog über die Selbstbestimmung der Region zu starten.

Während die baskische Linke von Bildu sich der Stimme enthielt, stimmte die konservative Baskische Nationalpartei PNV für Sanchez. Ihr Sprecher warf der Opposition vor die Rolle der Monarchie missbraucht zu haben. Aitor Esteban erklärte: "Sie sind nicht zufrieden mit der Regierung, aber mit ihrem ungeschicktenVorgehen haben sie das Staatsoberhaupt und ihre Position gleichgesetzt, kurzgesagt: sie bringen den König gegen den Regierungschef in Stellung."

Sanchez und seine Befürworter wurden von den Rechten teils als Verräter bezeichnet, wegen des Versprechens an die Katalanen, den Dialog zu beginnen.

Tomas Guitarte, der einzige Abgeordnete der Regionalpartei Teruel Existe und Sanchez-Unterstützer, erhielt vor der Abstimmung Drohungen und Beschimpfungen, sogar sein Haus wurde beschmiert. Hätte Guitarte dem Druck nachgegeben und sein Votum geändert, wäre Sanchez’ nicht durchgekommen.