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Frankreich: Bis 2035 sollen sieben Atomreaktoren vom Netz gehen

Frankreich: Bis 2035 sollen sieben Atomreaktoren vom Netz gehen
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Frankreich möchte bis zum Jahr 2035 mehrere Atom-Reaktoren vom Netz nehmen.

Laut französischem Umweltministerium hat der Energiekonzern EDF vorgeschlagen, an insgesamt sieben Standorten die Abschaltung von Reaktorpaaren zu prüfen.

Demnach wird in Erwägung gezogen, die Reaktoren in den AKWs Blayais, Bugey, Chinon, Cruas, Dampierre, Gravelines und Tricastin zu schließen. Die Kernkraftwerke verfügen jeweils über mehr als zwei Reaktoren, aus diesem Grund würde keines der Kraftwerke komplett abgeschaltet werden.

AKW Fessenheim soll 2020 abgschaltet werden

Außerdem plant die französische Regierung weiterhin das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass innerhalb des ersten Halbjahres runterzufahren. Demnach soll der erste Reaktor Ende Februar geschlossen werden, der zweite Reaktor Ende Juni.

Das AKW Fessenheim liegt einen Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Der Atommeiler ist seit 1977 aktiv und damit das älteste noch laufende Kernkraftwerk Frankreichs. Kritikern gilt es schon seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko.

Frankreich hatte zuletzt angedeutet, vorerst keine neuen Atomkraftwerke bauen zu wollen.

Kritik aus Deutschland

Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl, kritisierte, dass Frankreich sein Ziel, die Atomkraft im Strommix auf 50 Prozent zu reduzieren, von 2025 auf 2035 verschoben habe. Im Ergebnis würden 20 überalterte Reaktoren bis zu 60 Jahre laufen müssen. Die Bundesregierung müsse die "gravierenden Sicherheitsprobleme der französischen Altmeiler" benennen, so die Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestags.