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Händeringend gesucht: 6000 Erdbeerpflückerinnen für Spanien

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Händeringend gesucht: 6000 Erdbeerpflückerinnen für Spanien
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Auf diesen Moment warten sie alle. Einzeln und namentlich werden die Marokkanerinnen aufgerufen, denen einer der heißbegehrten Saisonjobs in Spanien winkt.

Sie haben in Kenitra nördlich von Rabat in Nordmarokko seit dem Morgengrauen angestanden, um sich für einen dreitägigen Intensivkurs zu bewerben. Ihre Arbeitskraft ist auf Erdbeerplantagen in Spanien gefragt.

Eine Frau sagte: "Ich will arbeiten und mit dem Geld ein kleines Haus kaufen oder ein Geschäft gründen." Ähnlich ist das Motiv einer anderen Marokkanerin: _"Ich suche ein Haus und möchte die Ausbildung meiner Kinder bezahlen."
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Drei von vier Frauen bekommen den Job

Über 8.000 Marokkanerinnen sind in Kenitra eingetroffen, um sich als Kurzzeit-Gastarbeiterinnen zu bewerben. 6000 Pflückerinnen werden diesmal in Spanien gesucht. Theoretisch winkt also drei von vier Frauen ein Job.

Wenn sie denn die Bedingungen der spanischen Behörden erfüllen: Bewerberinnen müssen zwischen 25 und 45 Jahre alt sein, Ernteerfahrung mitbringen und mindestens eines ihrer Kinder muss in Marokko leben. Dadurch will Spanien illegaler Einwanderung Vorschub leisten.

An Alter und Familienstand lässt sich nicht rütteln, wohl aber am Kriterium Ernteerfahrung. Im Zentrum der Mini-Ausbildung steht deshalb praktische Arbeit auf - natürlich - Erdbeerfeldern.

Monatsverdienst um Vielfaches höher

Für die Frauen wird sich das Trainig später auszahlen. In Marokko liegt der Monatsverdienst für Erntehelfer bei maximal 150 Euro.

Auf spanischen Erdbeerfeldern gibt es rund 40 Euro pro Sieben-Stunden-Tag. Möglich machen den Verdienst die Konsumenten in Europa, die auch im Winter nicht auf Erdbeeren verzichten mögen.

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