Eilmeldung
This content is not available in your region

Bernie Sanders (78) gewinnt knapp in New Hampshire

euronews_icons_loading
Bernie Sanders
Bernie Sanders   -   Copyright  AP   -   Pablo Martinez Monsivais
Schriftgrösse Aa Aa

Sanders besonders bei jungen Menschen beliebt

In den USA hat der linke Senator Bernie Sanders die zweite Vorwahl der Demokraten knapp gewonnen. Er erreichte bei der Abstimmung in New Hampshire rund 26 Prozent. Besonders bei jungen Wählern kommt der 78-Jährige gut an.

Auf den zweiten Platz kam mit rund 24 Prozent Pete Buttigieg, der die erste Vorwahl der Demokraten in Iowa unerwartet für sich entschieden hatte. Buttigieg stellt sich als Kandidat der Mitte dar, der auch von Trump enttäuschte Republikaner für sich gewinnen will. Sanders wirft dem Ex-Bürgermeister mangelnde Erfahrung vor.

Überraschung auf Platz drei

Überraschend stark in New Hampshire: die wenig bekannte Senatorin Amy Klobuchar. Sie schaffte es mit knapp 20 Prozent auf den dritten Platz. Dahinter Elizabeth Warren mit etwas mehr als 9 Prozent auf Platz vier.

Ex-Vizepräsident Joe Biden wiederum, lange als Favorit für das Rennen gegen Trump gehandelt, hatte schon in Iowa schlecht abgeschnitten.

Entsprechend niedrig waren seine Erwartungen jetzt, und das zu Recht. Am Ende landete er mit etwas mehr als 8 Prozent hinter Warren auf Platz fünf.

Die Kandidaten Andrew Yang und Michael Bennet gaben nach enttäuschenden Ergebnissen im unteren einstelligen Prozentbereich das Ende ihrer Wahlkampagnen bekannt. Damit bemühen sich immer noch neun Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Partei.

Ursprünglich waren es mal rund 30 Bewerber gewesen. Bei den Republikanern wiederum gelten die Vorwahlen nur als Formsache: Präsident Donald Trump hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz.

Was wird, wenn Bloomberg einsteigt?

Eine Überraschung im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur könnte noch der frühere New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg werden. Der Multimilliardär kandidierte in den relativ kleinen Staaten Iowa und New Hampshire nicht, sondern setzt auf einen Erfolg in den großen Staaten am 3. März, dem "Super Tuesday".

Dort werden Hunderte Delegiertenstimmen vergeben. Bloomberg hat dort bereits zig Millionen US-Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben. Er nimmt keine Spenden an, sondern finanziert seinen Wahlkampf selbst. In zwei landesweiten Umfragen war er jüngst auf die Plätze drei und vier gekommen.