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Neues Gesetz soll ausländische Fachkräfte nach Deutschland locken

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Neues Gesetz soll ausländische Fachkräfte nach Deutschland locken
Copyright  AP Photo/Jens Meyer
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Kuno Schwamborn führt ein Elektrounternehmen in Mönchengladbach. Die Auftragsbücher sind voll, doch die Arbeit kaum zu schaffen: "Wir würden im Moment noch fünf bis zehn Fachkräfte einstellen, weil wir eine gute Auftragslage haben, aber nicht alle Nachfragen bedienen können. Und ich muss ja auch in die Zukunft blicken. In den nächsten Jahren wird eine Reihe von Mitarbeitern, die schon viele Jahre bei mir sind, in Rente gehen.“

Neues Gesetz soll Fachkräfte anlocken

Nicht nur bei Schwamborn, in ganz Deutschland fehlt es an Fachkräften – etwa in der Kranken- und Altenpflege, im Handwerk oder der Klimatechnik. Mit einem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz will die Regierung gegensteuern. Es tritt am heutigen 1. März in Kraft.

Höchste Zeit, sagen Wirtschaftsexperten wie Gregor Berghausen von der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf: „Deutschland hat ein demographisches Problem. Auf Dauer werden bis zum Jahre 2030 rund zwei Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fehlen. Ohne Fachkräfteeinwanderung wird die deutsche Wirtschaft nicht weiter wachsen können.“

Die großen Neuerungen

Als Fachkräfte gelten künftig nicht mehr nur Akademiker – und die Vorrangprüfung fällt weg. Das heißt, es wird nicht mehr geprüft, ob auch ein deutscher Bewerber zur Verfügung steht, bevor eine Stelle an einen Ausländer vergeben wird.

So soll der Weg nach Deutschland für Hochqualifizierte geebnet werden – aber Schwamborn bleibt skeptisch: „Ich kenne die deutsche Bürokratie und weiß, dass dort die Mühlen langsam mahlen.“

Tatsächlich bleibt eine große Hürde: Der Berufsabschluss aus dem Ausland muss einem deutschen Abschluss gleichwertig sein. Das dürfte in vielen Fällen schwierig werden. Doch die Regierung gibt sich optimistisch und spricht von einem "Meilenstein" – sie hofft auf 25.000 neue Arbeitskräfte pro Jahr.