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Coronavirus: Erste britische Tote - fast 800 Infizierte in Deutschland

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Coronavirus: Erste britische Tote - fast 800 Infizierte in Deutschland
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Bei immer mehr Menschen wird das Coronavirus nachgewiesen. Italien ist in Europa das am stärksten getroffene Land. Bis Samstag waren dort mehr als 5.800 Infektionen und 233 Todesfälle erfasst.

Positiv getestet wurde auch der Chef der in Rom mitregierenden Sozialdemokraten, Nicola Zingaretti. Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus stoppt Italien einen Teil der Arbeit der Gerichte, so beispielsweise in Mailand.

Nach den ersten beiden Todesfällen in Großbritannien, hat Premierminister Boris Johnson ein umfassendes Finanzpaket zur Bekämpfung der Epidemie angekündigt. Dazu Jenny Harries von der britischen Gesundheitsbehörde:

"Was wir hier bei diesen beiden sehr traurigen Todesfällen hervorheben müssen ist, dass es sich um ältere Patienten mit chronischen Krankheiten handelte. Für diese Menschen wir eine gute Krankenhausversorgung sicherstellen. Das Vereinigte Königreich hat sich seit vielen Jahren auf eine Grippepandemie vorbereitet und unser System ist so flexibel, dass wir eine große Anzahl von Infektionen bewältigen können".

Das Coronavirus überquert die europäischen Grenzen. In Frankreich, Polen und Deutschland werden täglich neue Infektionen gemeldet.

Malta hat am Samstag die erste erfasste Infektion mit dem Coronavirus registriert. Wie Gesundheitsminister Chris Fearne mitteilte, handelt es sich um ein zwölfjähriges italienisches Mädchen. Das Kind lebt mit der Familie in dem Inselstaat, ist aber vor kurzem in Italien im Urlaub gewesen. Die Familie ist seit der Rückkehr aus Rom in häuslicher Quarantäne.

Das Robert Koch-Institut hat bis Samstagnachmittag 795 Infektionen in Deutschland erfasst, mehr als zehn Mal so viele wie noch eine Woche zuvor. Außer in Sachsen-Anhalt ist der Erreger in allen Bundesländern nachgewiesen worden.

Die weitaus meisten Fälle bundesweit verzeichnet Nordrhein-Westfalen vor Baden-Württemberg und Bayern. Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Bürger aufgerufen, Reisen in Corona-Risikogebiete zu vermeiden.