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Feldlazarette in London: Johnson lässt aufstocken

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Feldlazarette in London: Johnson lässt aufstocken
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Die britische Regierung bemüht sich, die Kapazitäten der Intensivpflege zu erhöhen, da die Zahl der Coronavirus-Fälle steigen wird.

Der britische Hotspot ist und bleibt vorerst London - hier räumen die Krankenhäuser die Stationen und richten die bestehenden Einrichtungen in Bereitschaft neu aus.

Stephen Powis ist der Medizinische Direktor des NHS England: _"Wir sind in London noch nicht an der Kapazitätsgrenze angelangt, aber die Zahl der Betten wird ständig aufgestockt, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
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In erster Linie nutzen wir dafür Operationssäle und Aufwachräume, also Bereiche in Krankenhäusern, in denen bereits Beatmungsgeräte mit Anästhesiegeräten für Operationen eingesetzt werden und die leicht an die Aufnahme kritisch kranker Patienten angepasst werden können."

Die Regierung lässt auch neue Feldlazarette errichten. Ein Londoner Kongresszentrum wird umgestaltet, um bis zu 4.000 Coronavirus-Patienten unterzubringen. Zwei weitere Kongresszentren in Birmingham und Manchester werden während des erwarteten Höhepunktes der Pandemie als Hilfskliniken genutzt werden.

Doppelspitze Johnson/Hancock

Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock beaufsichtigen weiterhin die Reaktion Großbritanniens auf Covid-19, obwohl beide positiv auf die Krankheit getestet wurden. Sie führten den Vorsitz bei hochrangigen Videokonferenzen aus der häuslichen Isolation.

Boris Johnson stellte eine Botschaft auch online, um das Land über die Bemühungen zur Aufstockung des Personals des Gesundheitsdienstes NHS zu informieren: _"Vielen Dank an alle, die jetzt in so großer Zahl in den NHS zurückkehren. Gerade heute Abend kann ich Ihnen sagen, dass 20.000 NHS-Mitarbeiter zu den Ärzten und Krankenschwestern zurückkommen, das ist das Erstaunlichste.
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Das geschieht zusätzlich zu den 750.000 Menschen, die sich freiwillig gemeldet haben, um uns durch diese Krise zu bringen".

Ein weiterer Fokus liegt nach wie vor auf dem gravierenden Mangel an Beatmungsgeräten, die für die Krankenhäuser des Landes benötigt werden. Konzerne wie Ford und Airbus arbeiten jetzt zusammen mit Universitäten und kleineren Firmen an der Entwicklung von Prototypen, die für eine schnelle Genehmigung durch die Regierung bereit sind.