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"Aufstehen und zur Arbeit gehen!" Streit um Trumps Öffnungsplan

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"Aufstehen und zur Arbeit gehen!" Streit um Trumps Öffnungsplan
Copyright  Mark Lennihan/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Nach den von US-Präsident Donald Trump vorgestellten neuen Richtlinien zur Öffnung in der Corona-Krise haben erste Bundesstaaten vorsichtige Lockerungen der Schutzmaßnahmen angekündigt.

In Texas etwa sollen Geschäfte ab Freitag nächster Woche unter Auflagen öffnen, wie Gouverneur Greg Abbott bekannt gab. Trumps Plan sieht eine weitgehende Rückkehr zur Normalität in drei Schritten vor, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Es gebe Staaten, die sich dank einer guten Ausgangsposition binnen kürzester Zeit auf eine Öffnung vorbereiten könnten, so Trump. Die Entscheidung obliege den Gouverneuren, man sei bereit, mit ihnen zusammenarbeiten und ihnen zu helfen.

Auf Twitter drückte sich der US-Präsident weniger diplomatisch aus und rief seine Anhänger so wörtlich zur "Befreiung" von Bundesstaaten mit demokratischen Gouverneuren auf. Wasser auf die Mühlen der Ultrakonservativen, die vielerorts seit Tagen gegen Restriktionen und die "Einmischung des Staates" protestieren.

Besonders im Visier des Präsidenten steht New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Trump twitterte während dessen täglicher Pressekonferenz, er solle "mehr Zeit auf das Machen" und weniger Zeit auf das "sich Beschweren" verwenden.

Cuomo erwiderte mit Blick auf Trump: "Wenn er Zuhause sitzt und Fernsehen schaut, sollte er vielleicht aufstehen und zur Arbeit gehen."

In den USA gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 37 000 Tote infolge einer Coronavirus-Infektion. Mehr als 700 000 Menschen in den USA wurden positiv auf das Virus getestet - mehr als in jedem anderen Land der Welt.