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Bald Notschlachtungen? Zoos nagen am Hungertuch

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Bald Notschlachtungen? Zoos nagen am Hungertuch
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Fütterung der Raubtiere im Dartmooor Zoo in der Grafschaft Devon im Südwesten Englands: Erst Leckerli, dann kommt die tägliche Fleischration. Noch.

Denn die finanzielle Lage wird wegen der Corona-bedingten Schliessung immer katastrophaler. Hier wie auch in vielen anderen Zoos will man jedoch eines um jeden Preis verhindern: Notschlachtungen, wie due stellvetretende Leiterin des Zoos, Coral Jonas, bekr¨äftigt.

"Im schlimmsten Fall müssten wir die Einschläferung von Tieren ins Auge fassen, was aus unserer Sicht auf keinen Fall passieren darf, und wir werden sehr hart daran arbeiten, dass es nicht so weit kommt."

Umsatzverlust Ende April: Rund eine Million Euro

Auch in Frankreichs grösstem Aquarium Océanopolis im bretonischen Brest werden Fischotter, Pinguin und Co seit sechs Wochen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehegt und gepflegt. Der Park ist die wichtigste die Touristenattraktion in der Bretagne. Hier wünscht man sich nichts sehnlicher, als dass die Besucher so bald wie möglich wieder zurückkommen.

"Die Situation ist dramatisch", warnt Direktor Stéphane Maby. "Seit dem 17. März gibt es keine Einnahmen mehr, weder im Restaurant, noch in der Boutique, noch an der Kasse, der Umsatzverlust Ende April wird nun auf rund eine Million Euro geschätzt."

Klar ist schon jetzt: Nicht alle Zoos und Tierparks werden die Krise überleben. In Deutschland hatte der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) bereits Ende März für ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro plädiert. Notschlachtungen seien kein Thema, hieß es.