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Spezialprodukte: Corona-Krise? Corona-Boom!

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Spezialprodukte: Corona-Krise? Corona-Boom!
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Früher nannte man sie “Kriegsgewinnler” - Leute, die profitieren, wenn andere in Not sind. Die aktuelle Not bringt “Krisengewinnler” hervor – ihr Geschàft boomt zu Zeiten des Corona-Virus, auch wenn die Weltwirtschaft darniederliegt.

Das französische Start-up Phacil zum Beispiel bezeichnet sich selbst als das “Deliveroo der Arzneimittel”. Medikamente werden online bestellt, dann von einem Apotheker vor Ort verpackt und an die Kunden verschickt.

Es ist zu einer Lebensader geworden für diejenigen, die während der Corona-Sperre nicht zu einer Apotheke kamen, heißt massenhaft mehr Kunden.

Agathe Plantier hat die Firma mitgegründet:

“In nur zwei Monaten hat die Plattform 6 bis 7 mal mehr Kunden, ganz einfach weil die Gesundheitskrise sie gezwungen hat, zu Hause zu bleiben.”

VIRUSBREMSEN AUS PLEXIGLAS BOOMEN

Noch ein Beispiel: Die Virusbremsen aus Plexiglas von TecformFrance. Zum Aufstellen rund um die Kasse zum Beispiel. Oder als Gesichtsschirm zum Aufsetzen. Das soll verhindern, dass sich Kunden oder Mitarbeiter anstecken.

Sie schafften es kaum, mit der Nachfrage Schritt zu halten, sagt der Hersteller von Kunststoffprodukten bei Paris.

Marc Delmatto, Eigentümer von Tecform France:

“Wer bestellt diese Produkte? Apotheker, Bäcker, Fischhändler, Optiker, Zahnärzte, Ärzte. All die Leute, die sich schützen müssen.”

Die Fabrik ist jetzt doppelt so stark ausgelastet wie üblich und hat Verstärkung reingeholt, um die Auftragsflut zu bewältigen.

Oliver Whitfield-Miocic, Euronews:

“Vor der Krise hatte dieses Unternehmen Hunderte von Plexiglas-Produkten im Programm. Im Moment sind es nur noch vier, darunter diese Schutzwände und Gesichtsschirme. Trotz der kleineren Produktpalette explodieren die Gewinne.”

Kommt dazu: Unternehmen mit begrenzter Betriebsfläche mussten während der Pandemie schließen, da der soziale Abstand fehlte.

Der Eigentümer dieses Unternehmens hofft, dass seine Trennscheiben die Arbeiter wieder zusammenbringen und sich die Wirtschaft erholen kann.

Oliver Whitfield-Miocic, su mit AFP