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Kampfsport-Werte: Ohne Respekt gibt es kein Vertrauen im Judo

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Kampfsport-Werte: Ohne Respekt gibt es kein Vertrauen im Judo
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Abstand halten, wie es im Alltag mit der Coronakrise gefordert wird, ist in Kontaktsportarten unmöglich. Die Pandemie hat auch den Kampfsport wie Judo lahmgelegt. Kampfsportler können nicht wie gewohnt trainieren, denn man braucht den Partner, um sich weiterzuentwickeln. In Krisenzeiten wie heute treten praktizierte Werte wie Respekt in den Vordergrund.

Judo ist nicht nur ein Kampfsport. Ursprünglich ein Weg zur Körperertüchtigung ist Judo auch eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung.

Zwei philosophische Grundprinzipien liegen dem zugrunde: "Sei ryoku zen yo" - das technische Prinzip, das man mit "bester Einsatz von Geist und Körper" übersetzen kann. Dabei steht die Idee von "Siegen durch Nachgeben" im Vordergrund.

Dann gibt es "Ji ta kyo ei" - das moralische Prinzip. Es steht für die „gegenseitige Hilfe zum wechselseitigen Fortschritt und beiderseitigen Wohlergehen“ und soll die Trainingseinstellung bestimmen.

Judo ist für jedes Alter geeignet: Die Jüngsten können spielerisch an Judotechniken herangeführt werden. Dank seiner zahlreichen Facetten kann man den Kampfsport bis ins hohe Alter praktizieren. hon die Jüngsten können spielerisch an die Judotechniken hingeführt werden und aufgrund seiner zahlreichen Facetten kann Judo aktiv bis ins hohe Alter praktiziert werden.

Werte im Kampfsport

"Judo ist mein Leben."
Uta Abe
japanische Judoka

Uta Abe ist eine japanische Judoka. Sie kämpft im Halbleichtgewicht der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm. 2018 gewann sie die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften unter 52 kg, einen Titel, den sie bei der Weltmeisterschaft 2019 in Tokio erfolgreich verteidigte.

"Aus meiner Sicht ist Respekt das Wichtigste.''
Timna Nelson-Levy
israelische Judoka

Timna Nelson-Levy ist eine israelische Judoka. Sie tritt in der Gewichtsklasse unter 57 kg an und gewann bei der Judo-Europameisterschaft 2016 in Kasan eine Bronzemedaille, bevor sie 2017 zur israelischen Meisterin in der Klasse bis 57 kg gekrönt wurde.

"Judo hat mich viele Dinge in meinem Leben gelehrt."
Ilias Iliadis
griechischer Judoka

Ilias Iliadis ist ein aus Georgien stammender griechischer Judoka, der ursprünglich Dschardschi Swiadauri hieß. Sein größter Erfolg war 2004 der Sieg bei den Olympischen Sommerspielen in Athen mit erst 17 Jahren in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm. Danach wechselte er in die Klasse unter 90 kg und gewann bis zum Ende seiner Karriere 2016 zahlreiche Trophäen unter anderem gewann er dreimal die Judo-Weltmeisterschaften in den Jahren 2010, 2011 und 2014.