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"Wir impfen alle" - Wasserwerfer in HH und Hildmann festgenommen

Gegendemonstrant in Köln
Gegendemonstrant in Köln   -   Copyright  Martin Meissner/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Wegen der Unwetter in Bayern sind die Proteste gegen die Corona-Regeln in München, zu denen 10.000 TeilnehmerInnen angemeldet waren, buchstäblich ins Wasser gefallen. Die von der AfD in Stuttgart für Sonntag angemeldete Demonstration war zuerst verboten worden, sollte nach einer gerichtlichen Entscheidung dann aber doch stattfinden dürfen.

Die Polizei Stuttgart sprach bei den Demos an diesem Samstag von einer "überschaubaren Zahl" von TeilnehmerInnen - wegen des Regens waren deutlich weniger Menschen gekommen als in den Wochen zuvor.

In verschiedenen deutschen Städten gab es an diesem Samstag auch Gegendemonstrationen gegen die sogenannten Corona- oder Hygiene-Proteste. In Hamburg setzte die Polizei sogar Wasserwerfer ein, um die Gegendemo aufzulösen. Auf Twitter bestätigte die Polzei Hamburg den Einsatz der Wasserwerfer gegen eine "verbotene Versammlung", an der etwa 750 Menschen teilgenommen haben.

Wie der taz-Journalist Erik Peter auf Twitter in einem Foto dokumentiert, zeigten die Gegendemonstranten zuvor ein Plakat mit der Aufschrift "Wir impfen Euch alle".

Unter denen, die seit Wochen gegen die Corona-Regeln demonstrieren, sind viele Impfgegner, die auch behaupten, es solle eine "Zwangsimpfung" eingeführt werden - auch wenn dies in keinem Land der Welt konkret geplant ist. Es werden sogar antisemitische T-Shirts verkauft und auf Demos getragen, auf denen Judensterne mit der Aufschrift "Impfgegner" zu sehen sind.

Auf Twitter gab es viel Unverständnis für den Einsatz des Wasserwerfers gegen die Gegendemonstranten.

Attila Hildmann kurzzeitig festgenommen

In Berlin ist der Vegankoch Attila Hildmann - der Verschwörungstheorien zum Coronavirus verbreitet - wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und das Infektionsschutzgesetz vor dem Reichstag kurzzeitig festgenommen worden.

Der Journalist veröffentlichte auf YouTube ein Video, das die Festnahme von Hildmann an diesem Samstag zeigen soll.

Auch andere Demonstranten wurden - meist nur zur Feststellung ihrer Identität - festgenommen.

Auch an diesem Samstag wurden antisemitische Parolen verbreitet.

Insgesamt waren in der deutschen Hauptstadt laut Polizei mehr als 30 Demonstrationen zu den Corona-Einschränkungen angemeldet.

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