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Proteste im Libanon: Wut über die Wirtschaftslage

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Proteste im Libanon: Wut über die Wirtschaftslage
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Bei Protesten in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Anhängern der schiitischen Hisbollah gekommen. Dutzende Menschen wurden verletzt, einige weden derzeit im Krankenhaus behandelt.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, Hisbollah-Anhänger hätten im Zentrum angefangen, Steine zu werfen, nachdem die Demonstranten Sprechchöre gegen die Organisation angestimmt hätten.

Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Gruppen voneinander zu trennen.

Es waren die ersten Anti-Regierungsproteste seit der Lockerung der Ausgangssperre, an denen sich zahlreiche Menschen aus weiteren Teilen des Landes beteiligten. Der Protest unter dem Motto "Wir wollen ein besseres Leben" richtete sich gegen die politische Elite, der die Demonstranten die Schuld an der desolaten Wirtschaftslage geben. Die 21-jährige Studentin Christina sagte, sie demonstrierten für eine bessere medizinische Versorgung, Bildung und mehr Arbeitsplätze. Viele Teilnehmer trugen zur Sicherheit Atemschutzmasken.

Der Libanon erlebt eine der schwersten Krisen seiner Geschichte. Der Coronavirus verschärft die Lage. Die Wut der Menschen wird immer größer - und entlädt sich in neuer Gewalt.