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"Der Insektenatlas": Studie warnt vor zu viel Pestiziden

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Honigbiene bei der Bestäubung
Honigbiene bei der Bestäubung   -   Copyright  Elaine Thompson/AP Photo
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Insekten sind wichtig für das Ökosystem der Erde, gleichzeitig sichern sie unsere Nahrungsmittelversorgung. Doch weltweit ist ihr natürlicher Lebensraum in Gefahr - vor allem durch industrielle Landwirtschaft.

Die Studie "Der Insektenatlas" zeigt, dass viele Insektenarten wegen des massiven Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln stark zurückgehen. Mute Schimpf von Friends of the Earth Europe fordert deshalb weniger Pestizide einzusetzen:

Wenn wir weiterhin Landwirtschaft auf industrielle Weise betreiben und so die Ökosysteme bedrohen, dann wird es bald keine natürlichen Bestäuber mehr geben - das hat dann Folgen für unser Ernährungssystem.
Mute Schimpf
Friends of the Earth Europe

Laut der Studie sind drei Viertel der wichtigsten Nutzpflanzen auf Insekten-Bestäubung angewiesen.

Wir müssen die Agrarpolitik drastisch reformieren. Wenn wir so weitermachen wie bisher, kommen wir nicht aus der industriellen Landwirtschaft heraus.
Wir fordern deshalb, dass die Hälfte des Budgets dafür verwendet wird, eine klimafreundliche und umweltverträgliche Landwirtschaft zu fördern. Außerdem müssen wir mehr für den Schutz von Bestäubern tun, anstatt nur kurzfristig pro Hektar zu investieren.
Mute Schimpf
Friends of the Earth Europe

"Der Insektenatlas" wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung zusammen mit dem Umwelt-Netzwerk von "Friends of the Earth Europe" veröffentlicht.

Die Studie gibt Empfehlungen an die EU und die nationalen Regierungen, wie zu einer ökologischen Landwirtschaft zurückgefunden werden kann.