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Schule in England und Italien: Der schwierige Weg zurück

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Ein italienisches Schulkind
Ein italienisches Schulkind   -   Copyright  ANDREAS SOLARO/AFP or licensors
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Ein möglicher Rückzieher der britischen Regierung, im Landesteil England doch nicht alle Schulpflichtigen noch vor den Ferien zurück in den Unterricht zu schicken, spaltet das Land. Für Kinder der ersten bis sechsten Klassenstufe endete in der vergangenen Woche das Lernen in den eigenen vier Wänden. Doch die übrigen könnten erst im September wieder zur Schule gehen.

"Doppelt so viele Lehrkräfte"

"Die praktischen Anforderungen sind riesig. Man braucht eigentlich doppelt so viele Klassenzimmer, und man braucht doppelt so viele Lehrkräfte. Das sind zwei Dinge, die Schulen selbst nicht lösen können. Die Schulen haben wirklich hart daran gearbeitet, für Sicherheit zu sorgen und sie so umzugestalten, dass die Kinder zurückkommen können, aber die ganz großen Dinge können sie nicht umsetzen", sagt Anne Longfield, die Kinderbeauftragte Englands.

Italien: Demonstranten fordern mehr Geld für Schulen

In Italien forderten Demonstranten in Rom mehr Geld für die Schulen, damit diese die Voraussetzungen schaffen können, den Unterricht im September wiederaufzunehmen. Ein Vorschlag lautet: Schulveranstaltungen sollen auch in Grünanlagen oder in Theatersälen stattfinden. Nach Ansicht von Gewerkschaften braucht es außerdem mehr Lehrkräfte.

Der zehn Jahre alter Schüler Alessandro Biagi sagt: "Ich hoffe, dass ich mit meinen Klassenkameraden und mit unseren Lehrern bis September zum normalen Leben zurückkehren kann. Ich hoffe darauf, weil ich nicht noch ein halbes oder sogar ganzes Jahr zu Hause sitzen kann."

Südtirol ist gegenüber dem Rest Italiens einen Schritt weiter. Die Landesregierung beschloss jetzt die ab September geltenden Regeln. Unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes soll möglichst viel Präsenzunterricht angeboten werden, um den Jugendlichen soziale Kontakte zu ermöglichen.