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US-Fußball: Spieler-Protest während der Hymne ist wieder erlaubt

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Rapinoe (r.) kniet im September 2016 während der Hymne.
Rapinoe (r.) kniet im September 2016 während der Hymne.   -   Copyright  John Bazemore/Copyright 2016 The Associated Press. All rights reserved.
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Die Spieler der US-Fußballnationalmannschaft dürfen während der Hymne wieder friedlich protestieren, zum Beispiel durch hinknien.

Der Fußballverband der USA kippte jetzt ein entsprechendes Verbot. Und er entschuldigte sich insbesondere bei seinen schwarzen Spielerinnen und Spielern.

In einer Stellungnahme hieß es, die Regel sei falsch gewesen und habe von der Botschaft, dass schwarze Leben wichtig seien, abgelenkt.

Sich hinzuknien sei eine Form des Protests gegen Polizeigewalt und die systematische Unterdrückung Schwarzer und People of Colour in den USA.

Künftig sollen die Spielerinnen und Spieler selbst entscheiden, wie sie ihre Bhne nutzen wollen, um Rassismus zu bekämpfen.

Im Februar 2017 war das Verbot eingeführt worden. Kurz zuvor hatte sich Spielführerin Megan Rapinoe aus Solidarität mit dem Footballspieler Colin Kaepernick bei der Hymne hingekniet.

Kaepernick und Rapinoe protestieren mit der Geste gegen rassistische Polizeigewalt.

Hintergrund für die Aufhebung des Verbots sind die derzeitigen Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Seit der Afroamerikaner George Floyd am 25. Mai bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam ist das Thema in den USA so groß wie wohl noch nie und führte in vielen Ländern zu massiven Protesten und Demonstrationen gegen Rassismus.