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England: Ab dem 10. Juli fällt die Quarantäne teilweise weg

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England: Ab dem 10. Juli fällt die Quarantäne teilweise weg
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England lockert seine wegen der Corona-Pandemie getroffenen Quarantäne-Vorschriften - für insgesamt 59 Länder. Laut Regierungsangaben profitieren auch 14 Überseegebiete von der neuen Regelung.

Besucher, die aus diesen Staaten einreisen, müssen sich ab dem 10. Juli bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage selbst isolieren. Damit können auch Engländer in der Sommerferienzeit in andere Länder reisen und müssen sich bei ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne begeben.

Die Regierung gehe davon aus, dass eine Reihe der von der Quarantäne ausgenommenen Länder auch einreisende Briten nicht zur Selbstisolation auffordern werde, hieß es.

Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien - sie alle werden auf dieser Liste sein. Es ist wichtig, dass wir das auf eine sehr sorgfältige und vorsichtige Art gemacht haben. Das Wichtigste ist, dass wir das, was wir erreicht haben - die harte Arbeit, das zu Hause-bleiben beibehalten. Das wollen wir nicht aufgeben.
Grant Shapps
Verkehrsminister Großbritannien

Schweden und Portugal gelten noch als unsicher

Nicht auf der Liste stehen beispielsweise Russland, Brasilien, USA, China, Indien, Schweden, Portugal und Mexiko. Für diese Länder hatten Experten die Pandemie-Lage als nicht sicher genug eingeschätzt.

Für diese Fluggäste bleibt die Selbstisolation bestehen. Die Liste wird Regierungsangaben zufolge aber regelmäßig überprüft.

Manche bleiben skeptisch:

  • "Es ist schon komisch, vor ein paar Wochen wurde ein totaler Lockdown beschlossen, und jetzt plötzlich dürfen wir wieder von und in viele verschiedene Länder reisen - es ist ein bisschen beunruhigend, dass wir uns jetzt wieder öffnen."
  • "Es müsste teilweise noch überwacht werden, bis man ein Ergebnis hat - vielleicht durch Tests bei der Ankunft und dann mit einer Quarantäne."

Die neue Regelung gilt nur für England - in Wales, Schottland und Nordirland sind weiter die alten Vorschriften in Kraft.

Kritik aus anderen Landesteilen

Aus Edinburgh und Cardiff gab es Kritik. In Schottland betonte man, es wäre sinnvoller, wenn sich zunächst alle britischen Landesteile auf ein gemeinsames Vorgehen einigen könnten. Kritisiert wurde auch, dass die Lockerungen für "Staaten mit unterschiedlichem Corona-Risiko" gelten würden.

Einreisende nach Großbritannien müssen seit dem 8. Juni an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen und zwei Wochen lang in Quarantäne gehen. Wer sich nicht an die 14-tägige Pflicht zur Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Mehrere Fluggesellschaften hatten dagegen Klage eingereicht.

Mit der Quarantänepflicht will die Regierung verhindern, dass es in Großbritannien eine zweite Welle an Coronavirus-Infektionen durch eingeschleppte Fälle gibt. Großbritannien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Europa.