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Züge der Zukunft

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Züge der Zukunft
Copyright  Кадр из репортажа France 3
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Vielleicht fährt hier der Zug der Zukunft. Er ist mit über 110 km/h unterwegs und bietet Platz für bis zu 300 Fahrgäste. Vor allem aber hat er das gewisse Extra.: Dank einer Wasserstoff-Brennstoffzelle erzeugt der Zug seinen eigenen Treibstoff.

Das Modell des französischen Herstellers Alstom wurde speziell für nicht elektrifizierte Strecken konzipiert.

Der Vorteil von Wasserstoff: ein sehr niedriger Kohlenstoffgehalt, wenn er in entkarbonisierter Form erzeugt wird.

Stefan Schrank, Projektleiter von Coradia iLint Alstom erklärt: "Dieser Zug arbeitet mit Wasserstoff. Der Wasserstoff kann hier in den Zug eingefüllt werden. Dann kommt Wasser wieder raus, in Form von Wasserdampf, und einigen Wassertropfen, die hier herunterkommen."

Alstom gewinnt durch die Zulassung des Modells einen Vorsprung vor seinen Konkurrenten und hofft, mit fossilen Brennstoffen fahrende Züge ersetzen zu können. Der Hersteller strebt zunächst eine europaweite Expansion an. Tatsächlich sind bereits 41 Züge von Unternehmen in Deutschland bestellt worden.

Brahim Soua, Vizepräsident der Plattform Regional Trains von Alstom sagt: "Insgesamt gibt es in Europa 5.000 zu ersetzende Diesel-Züge. Im Hinblick auf den Markt ist dies eine Lösung für die Zukunft. Ja, es ist eine Lösung für die Zukunft, denn die Leistung von Wasserstoff ist durchaus in der Lage, Dieselzüge bei gleicher oder sogar größerer Autonomie zu ersetzen."

In ihrem Bestreben zur Klimaneutralität im Jahr 2050 hat die Europäische Kommission kürzlich einen Plan zur Entwicklung von "grünem Wasserstoff" vorgestellt. Und Deutschland ist bereits auf den Zug aufgesprungen mit Plänen, 9 Milliarden Euro in diesen Bereich zu investieren. Auf der anderen Seite scheint Frankreich mit 100 Millionen Euro vor einigen Jahren verspätet zu sein, zumindest vorerst.