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Coronavirus: Briten unterzeichnen Impfstoff-Deal

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Coronavirus: Briten unterzeichnen Impfstoff-Deal
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Die britische Regierung hat sich 60 Millionen Dosen eines potenziellen Impfstoffs gegen das Coronavirus gesichert.

Dafür hat sie einen Vertrag mit dem britischen Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (GSK) und der multinationalen Impfstoffsparte Sanofi Pasteur des französischen Pharmaunternehmens Sanofi unterzeichnet. Es ist der vierte Vertrag, den die britische Regierung für Coronavirus-Impfstoffe mit einem Gesamtwert von 250 Millionen Dosen unterzeichnet hat.

Großbritanniens GSK und Frankreichs Sanofi verfügen über die größten Impfstoff-Herstellungskapazitäten der Welt. Die aktuelle Impfstoffforschung des Joint Ventures gegen das Coronavirus basiert auf einer bestehenden DNA-basierten Technologie, die zur Herstellung des Impfstoffs gegen die saisonale Grippe von Sanofi eingesetzt wird.

Sollte sich der Impfstoff als erfolgreich erweisen, könnten sensible Bevölkerungsgruppen wie Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereits in der ersten Hälfte des nächsten Jahres die ersten Dosen erhalten, teilte die britische Regierung mit.

Klinische Studien am Menschen sind ab September geplant, gefolgt von einer Phase-3-Studie im Dezember.

Sanofi-CEO Hugo Fry: "Dieses spezielle Joint Venture zwischen Sanofi und GlaxoSmithKline setzt etablierte Technologie ein. Diese Technologie wird bereits in anderen Impfstoffen eingesetzt. Also, selbst wenn einige andere Covid-19-Impfstoffe in ihren Phase-1-, 2-, 3-Studien etwas weiter fortgeschritten sind, bei diesem Impfstoff handelt es sich um eine bewährte Technologie, die wir kennen und von der wir wissen, dass wir mit ihrer Hilfe die Herstellung steigern können."

Europäische Kommission sichert sich einen Bestand am Remdesivir

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch einen Vertrag für Remdesivir - das einzige zugelassene experimentelle Medikament zur Covid-19-Behandlung - über 63 Millionen Euro unterzeichnet. Etwa 30.000 Patienten mit schweren Symptomen in der EU und in Großbritannien könnten damit behandelt werden, gab die Kommission an.

Veklury, so der Markenname von Remdesivir, wird von dem amerikanischen Unternehmen Gilead Sciences hergestellt. Seine Wirkung gegen Covid-19 ist jedoch umstritten. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung.

Remdesivir wurde am 3. Juli zur Behandlung von Covid-19-Patienten ab 12 Jahren zugelassen, die an einer Lungenentzündung erkranken und zusätzlich Sauerstoff benötigen.

Im Juli hatten die USA bekannt gegeben , dass sie einen Vertrag mit Gilead Sciences unterzeichnet haben, um bis September fast die gesamte Produktion des Medikaments aufzukaufen. Zahlreiche Experten des öffentlichen Gesundheitswesens schlugen Alarm, sie bezeichneten den Schritt der USA als egoistisch und warnten davor, dass andere Länder vom Zugang zu diesem Medikament abgeschnitten würden.