Umweltkatastrophe in Mauritius: Schuld ist "Abhängigkeit vom Öl"

Luftaufnahme des französischen Verteidigungsministeriums
Luftaufnahme des französischen Verteidigungsministeriums Copyright Gwendoline Defente/AP
Von Euronews mit dpa
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Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Der Ölteppich vor Mauritius breitet sich immer weiter aus, der Unglückstanker droht auseinanderzubrechen.

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Nach dem Schiffsunglück vor Mauritius macht sich der kleine Inselstaat auf das Schlimmste gefasst. Der auf Grund gelaufene japanische Frachter "Wakashio" mit 4000 Tonnen Öl an Bord droht, auseinanderzubrechen.

Behörden und Helfer versuchen fieberhaft, das bereits ausgelaufene Öl einzudämmen. Rund 400 behelfsmäßige Ölsperren wurden bereits installiert. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Südosten von Mauritius gilt als besonders artenreich, mit den größten Lagunen des Landes und mehreren Marineschutzgebieten.

Umwelt-Notstand ausgerufen

Die Naturkatastrophe sei das Ergebnis der Abhängigkeit vom Öl, sagt Happy Khambule von Greenpeace Africa. Das Öl sei nicht einmal für Mauritius bestimmt gewesen, sondern auf der Durchreise von Brasilien nach China. Und jetzt müssten die Betroffenen vor Ort damit fertig werden,

Mauritius fehlt es an Expertise und Ausrüstung, um den Ölaustritt alleine zu bewältigen. Regierungschef Pravind Jugnauth rief einen Umwelt-Notstand aus und bat um Unterstützung aus dem Ausland. Japan und Frankreich haben Hilfe zugesagt.

Der Unglückstanker war vor gut zwei Wochen aus unbekannten Gründen vor Mauritius aufgelaufen und havariert. Der japanische Betreiber entschuldigte sich am Sonntag bei den Menschen des Inselstaats.

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