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Putin: Russland lässt ersten Impfstoff gegen das Coronavirus zu

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Waldimir Putin (Archiv)
Waldimir Putin (Archiv)   -   Copyright  Alexei Nikolsky/Sputnik
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Trotz Sicherheitsbedenken hat Russland einen Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Markt gebracht. Dem russischen Präsidenten Waldimir Putin zufolge ist eine seiner Töchter bereits damit geimpft worden. Es gehe ihr gut.

Die Wirksamkeit des in Russland entwickelten Impfstoffs sei ausreichend bewiesen, sagte Putin auf einem Treffen der Regierung in Moskau.

In einem ersten Schritt sollen das medizinische Personal, Lehrer und Risikogruppen geimpft werden.

Russland ist das erste Land, das einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus zugelassen hat.

Viele Wissenschaftler im In- und Ausland zeigten sich jedoch skeptisch. Hintergrund ist, dass der Impfstoff vor dem Abschluss der Phase drei zugelassen wird. Es fehlen daher monatelange Tests mit Tausenden Probanden.

Auch die russische Botschaft in Berlin verkündet die Meldung.

Deutschsprachige Informationen zu den Impfstoffen, die in Europa noch nicht zur Verfügung stehen, liefert das Paul-Ehrlich-Institut. So erklären die Wissenschaftler den Unterschied zwischen verschiedenen Impfstoffen: "Ein präventiver Impfstoff bereitet das Immunsystem auf eine Infektion mit einem Erreger vor und schützt vor der Infektionskrankheit. Falls die Infektionskrankheit nicht verhindert wird, so kann ihr Verlauf abgeschwächt werden. Spezifische Impfstoffe enthalten Antigen(e) oder Erbinformation für den Bauplan des oder der Antigene des Erregers, gegen den geimpft werden soll.

Therapeutische Impfstoffe werden zur Therapie einer (chronischen oder akuten) Infektionskrankheit, aber auch zur Krebs-Immuntherapie eingesetzt. Sie sollen als Ergänzung zu anderen spezifischen Therapien den Krankheitsverlauf abmildern, im besten Fall die Krankheit heilen. Neben der therapeutischen Gabe eines Impfstoffs können auch spezifische Antikörper für eine therapeutische Impfung oder spezifische Immunzellen zur Immuntherapie eingesetzt werden."

Auf Twitter gibt es zahlreiche - zum Teil recht bösartige Kommentare zum neuen Impfstoff aus Russland.