Fall Nawalny: Frankreich besorgt über kriminellen Akt

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Von Ronald Krams
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Frankreich hat die mutmaßliche Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny als kriminellen Akt verurteilt, so in einer Mitteilung des Außenministeriums. Nawalny wird aktuell in der Berliner Charité behandelt und steht unter Polizeischutz des Bundeskriminalamts

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Frankreich hat die mutmaßliche Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny als kriminellen Akt verurteilt, so in einer Mitteilung des Außenministeriums. Nawalny wird aktuell in der Berliner Charité behandelt und steht unter Polizeischutz des Bundeskriminalamts.

Frankreich bringt seine tiefe Besorgnis über diesen kriminellen Akt zum Ausdruck, der gegen einen wichtigen Akteur des russischen politischen Lebens verübt wurde. Eine transparente Untersuchung seitens der russischen Behörden ist von wesentlicher Bedeutung.

Die russische Staatsführung zieht Testergebnisse der Berliner Charité in Zweifel, wonach der prominente Kremlkritiker Alexej Nawalny vermutlich vergiftet wurde.

"Wir verstehen nicht, warum es unsere deutschen Kollegen so eilig haben, das Wort Vergiftung zu verwenden", erklärte Kremlsprecher Dimitri Peskow in Moskau. "Ob, und welche Substanzen in Nawalnys Körper waren, sei noch überhaupt nicht klar, deshalb gibt es keinen Platz für laute und leere Erklärungen", so Peskow.

Alexej Nawalny, der in Russland unter anderem verschiedene Korruptionsskandale aufgedeckt hat und zu den schärfsten Kritikern von Präsident Wladimir Putin gehört, wird seit Samstag in der Berliner Klinik behandelt. Seit vergangen Donnerstag liegt er im Koma. Auf den 44-Jährigen wurden in Russland schon mehrere Anschläge verübt.

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