USA: Tote bei schweren Unruhen in Wisconsin

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Von Frank Weinert
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Nach den Polizeischüssen auf Jacob Blake kommt Wisconsin nicht zur Ruhe. Jetzt gab es erstmals Tote.

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Der US-Bundesstaat Wisconsin kommt nicht zur Ruhe: Nachdem am Sonntag Polizisten den Schwarzen Jacob Blake in der Stadt Kenosha durch Schüsse in den Rücken schwer verletzt haben ebben die gewaltsamen Proteste nicht ab. Zwei Menschen sind nach Schüssen ums Leben gekommen.

Jacob Blake wird unterdessen noch immer im Krankenhaus behandelt. Benjamin Crump, Anwalt der Familie, macht wenig Hoffnung: "Die medizinische Diagnose lautet im Moment, dass er gelähmt ist ... Es bedarf eines Wunders, damit Jacob Blake Junior jemals wieder laufen kann."

Die Angehörigen des 29-Jährigen wollen wegen der Schießerei Zivilklage gegen die Polizeibehörde einreichen. Die Polizisten gaben an, auf einen häuslichen Streit reagiert zu haben.

Julia Jackson, Mutter des Opfers, verurteilte die eskalierte Gewalt: "Wenn Jacob wüsste, was hier vor sich geht - die Gewalt und die Zerstörung - wäre er sehr unglücklich ... Allen Polizeibeamten sage ich: Ich bete für Euch. Und für Eure Familien."

Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre kam es in Kenosha auch in der Nacht zu Mittwoch wieder zu chaotischen Szenen. Gebäude und Autos brannten völlig aus. Der Gouverneur von Wisconsin hat den Notstand ausgerufen und eine verstärkte Präsenz der Nationalgarde in der Stadt angeordnet.

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