Migranten-Krise in Italien - Proteste auf Lampedusa

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Von Ronald Krams
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Immer mehr Migranten landen auf der italienischen Insel Lampedusa. Die steigenden Zahlen sorgen zunehmend für Widerstand.

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Immer mehr Migranten landen auf der italienischen Insel Lampedusa. Die steigenden Zahlen sorgen zunehmend für Widerstand.

Bewohner der kleinen Insel vor Sizilien protestierten im Hafen gegen die Ankunft von rund 450 Migranten - angeführt von der ehemaligen Senatorin der rechtspopulistischen Lega, Angela Maraventano. Sie versuchten, das Einlaufen der Schiffe in den Hafen zu verhindern. Maraventano forderte die sofortige Rückführung tunesischer Migranten.

Bürgermeister Salvatore Martello drohte mit einem Generalstreik, falls in Rom keine sofortigen Entscheidungen getroffen würden. Das Auffanglager der Insel ist überlastet und nur für 150 Personen ausgelegt. Aktuell befinden sich 1500 Migranten auf der Insel.

Der Regionalpräsident von Sizilien, Nello Musumeci, hat Premierminister Giuseppe Conte aufgefordert, einen Ministerrat einzuberufen, um sich "der Notlage dieser Monate, die in diesen Stunden unerträglich" geworden sei, zu stellen.

In Süditalien gehen die Zahlen der in Booten ankommenden Migranten in diesem Sommer stark in die Höhe. Die Menschen fahren sowohl von Libyen als auch von Tunesien aus los.

Viele Tunesier verlassen ihr Land, weil es unter einer Wirtschaftskrise leidet. Die Regierung in Italien hat den Seenotrettern der Hilfsorganisatoren zuletzt oft hohe Hürden in den Weg gestellt.

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