Eilmeldung
This content is not available in your region

Spanien testet potenziellen Covid-Impfstoff

euronews_icons_loading
Die Suche nach einem Impfstoff läuft auf Hochtouren
Die Suche nach einem Impfstoff läuft auf Hochtouren   -   Copyright  Euronews
Schriftgrösse Aa Aa

Im La Paz-Krankenhaus in Madrid startet nächste Woche eine entscheidende Testphase in Spanien. Das amerikanische Pharmaunternehmen Johnson und Johnson testet im hart betroffenen Land seinen entwickelten Impfstoff gegen Covid 19.

Die meisten Covid-Fälle in Spanien sind allerdings bei der jüngeren Bevölkerung zu finden. Die Testphase des Impfstoffes soll zeigen, ob dieser bald für alle zugänglich wird.

Über 140 Covid-Impfstoffe werden gerade weltweit entwickelt. 30 davon wurden schon am Menschen getetest - Forscher aber sind skeptisch, dass mehr als zehn Stoffe ihre notwendige Wirkung haben. Denn normalerweile dauert es Jahre, um einen sicheren Impfstoff zu entwickeln. Nun aber könnte es schon Anfang nächsten Jahres so weit sein.

Einen Schritt weiter bei der Entwicklung eines Impfstoffes ist der Pharma-Hersteller Astrozeneca mit Sitz im Vereinigten Königreich. Die Testphase findet in Oxford statt. Joan Pons entschied sich, als Proband mitzumachen. Er schaut der Realität der Pandemie als Krankenpfleger seit Monaten ins Auge: "In sehr sehr wenigen Fällen kann der Impfstoff zu einem anaphylaktischen Schock und zum Tod führen. Ich gebe zu, dass ich einen Moment zögerte, als ich mich als Testperson angemeldet habe. Aber ich dachte auch: Was ist die Alternative? Wenn es keine Freiwilligen gibt, wird es keinen Impfstoff geben. Und wenn es keinen Impfstoff gibt, wird das Virus unter uns bleiben. Wir müssen aber so oder so dieses Virus hinter uns lassen."

Die ersten Covid-Impfstoffe aus europäischen Labors müssen sich nun in der wichtigen Testphase bewähren. Bis zu einer Zulassung müssen sich Menschen überall gedulden und die teils strikten Hygienemaßnahmen der nationalen Regierungen befolgen - um eine dramatische Situation wie aktuell in den USA, Indien oder Brasilien zu verhindern.