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Gipfel auf Korsika: Südliche EU-Staaten verstärken Druck auf Ankara

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Emmanuel Macron lud zum Gipfeltreffen auf Korsika
Emmanuel Macron lud zum Gipfeltreffen auf Korsika   -   Copyright  Ludovic Marin/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Sieben südliche Staaten der Europäischen Union haben bei einem Gipfeltreffen auf Korsika die Brennpunkt-Themen im Mittelmeerraum erörtert.

Geladen hatte der französische Präsident Emmanuel Macron, uzm unter anderem den EU-Sondergipfel am 24. September vorzubereiten. Im Zentrum der Unterredungen standen der Streit um Rohstoffe mit der Türkei, das Migrationsproblem und der Bürgerkrieg in Libyen.

Im Streit zwischen Griechenland, der Türkei und Zypern um Erdgaserkundungen, forderten die sieben Staaten einen raschen Kurswechsel Ankaras. Sie erklärten sich solidarisch mit Athen und Nikosia.

Macron sagte dazu: "Unser Ziel ist wirklich die Wiederherstellung normaler Beziehungen, die eine Stabilität in der Region ermöglichen, und mit der Türkei das Ende der einseitigen Aktionen zu erreichen, das Ende der Bohrungen zu erreichen, natürlich die volle Einhaltung des Waffenembargos für Libyen."

Dank an Paris und Berlin

Der griechische Regierungschef Kyriakos MItsotakis bedankte sich bei Gastgeber Frankreich und Deutschland für die Bereitschaft, hunderte minderjährige Flüchtlinge nach dem Großbrand auf Lesbos aufzunehmen.

Mitsotakis holte etwas weiter aus: "Letztendlich müssen wir uns der Realität stellen. Sie alle wissen, dass Griechenland, wie auch andere Länder des europäischen Südens, eine unerträgliche Last eines europäischen Problems zu tragen haben. Heute muss Europa von Worten der Unterstützung zu Taten der Solidarität übergehen. "

Noch ist offen, ob neben Frankreich und Deutschland auch andere EU-Staaten bereit sind, die Folgen des Großbrands im Camp Moria abzumildern. Macron stellte relativ ernüchtert fest, der Stillstand in Migrationsfragen dauere schon zu lange an.